Rettungsgeräte
In die Rubrik Rettungsgeräte fallen unter anderem die Leitern und das Sprungtuch, diese Geräte sind in der Bevölkerung typische Symbole für die Arbeit der Feuerwehr und untrennbar damit verbunden. Da die feuerwehr oftmals größere höhen oder auch tiefergelegene Punkte erreichen muß, werden auf den Fahrzeugen die unterschiedlichsten Leitertypen mitgeführt. Auch das klassische Sprungtuch und sein moderner 'Nachfolger', der Sprungretter finden ihren Platz im Löschzug.
| Klappleiter Die Klappleiter dient hauptsächlich zur Überwindung kleiner Höhenunterschiede. Sie lässt sich zusammenklappen, in dem die beiden Holme gegeneinander gedrückt werden, wobei die Sprossen sich in Aussparungen zwischen den Holmen legen. Hierbei erhält die Leiter die Form eines Kantholzes mit abgerundeten Ecken. Zusammengeklappt ist die Klappleiter leicht durch winklige Räume, schmale Luken usw. zu befördern. Auf dem Fahrzeug nimmt sie wenig Platz ein, da sie zusammengeklappt verladen wird. Alle Holzteile müssen bearbeitet und farblos lackiert sein. Alle Metallteile müssen verzinkt oder schwarz lackiert sein. Die Klappleiter darf nicht als Hebel benutzt und von nur einer Person bestiegen werden. Die Klappleiter hat im zusammengeklappten Zustand eine Höhe von 3,26m, im aufgeklappten Zustand eine Höhe von 3m und ein Gewicht von 10kg. |
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| Steckleiter Die Steckleiter ist nach DIN 14711 ein Steig- und Rettungsgerät aus Holz oder Leichtmetall. Sie dienst als Anstelleiter zum Überwinden von Höhenunterschieden von 1,7 bis 7 m ( ca. 2. Obergeschoß ) und besteht aus max. vier Teilen die ineinander gesteckt werden. Jedes Teil besteht aus zwei Holmen und sieben Steigsprossen, sowie den Steckkästen mit den Federsperrbolzen, die das Verbinden der Leiterteile ermöglichen. Das Gewicht je Leiterteil beträgt 12,5 kg ( Holz ) bzw. 10 kg ( Leichtmetall ). Verlastet sind sie auf jedem Löschfahrzeug der BF Braunschweig. |
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| Schiebleiter Die dreiteilige Schiebleiter ist nach DIN 14715 ein Steig- und Rettungsgerät aus Holz oder Leichtmetall und wird als Anstelleiter benutzt. Sie besteht aus drei Teilen wobei jedes Teil 17 Sprossen ( Ausnahme Oberteil = 16 Sprossen ) hat und zwei Stützstangen. Zusammengeschoben ist die Leiter 5,60 m lang. Sind alle Teile ausgefahren, was über einen doppelten Seilzug mit einem 14 mm starken Zugseil aus Polyester bzw. Hanf erreicht wird, ist sie 14,0 m lang, womit eine Höhe von 12,20 m erreicht werden kann, was in etwa dem 3.0bergeschoß entspricht. Die Leiter darf nicht im Freistand über die Stützen hinaus bestiegen werden. Für die Vornahme dieser 75 kg ( Leichtmetall ) bzw. 100 kg ( Holz ) schweren Leiter sind vier Pesonen erforderlich. |
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| Sprungtuch Das Sprungtuch ist ein Sprungrettunggerät und besteht aus Polyester oder imprägniertem Segeltuch mit einer Aufsprungfläche von mind. 3 x 3m. Es hat ein Gewicht von 20 bzw. 30 kg. Um das Sprungtuch in Stellung zu bringen und zu halten, wird eine 16- ( ! ) köpfige Haltemannschaft benötig, wobei die maximale Rettungshöhe 8 m beträgt. Die Nachteile vom Sprungtuch im Vergleich zum Sprungretter sind zum Einen, dass die Haltemannschaft im direkten Gefahrenbereich stehen muß und zum Anderen, dass die stark auftretenden Kräfte bei der Mannschaft zu ernsthaften Verletzungen führen können. Übungssprünge sind deshalb auch nicht zulässig ! |
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| Sprungretter Auf jedem Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr Braunschweig wird zusätzlich zum Sprungtuch noch ein Sprungretter System Lorsbach nach DIN 14151 Teil 3 mitgeführt. Dieser Sprungretter ist ebenfalls ein Srungrettungsgerät und dient als letzte Möglichkeit zur Menschenrettung, wenn alle anderen Fluchtwege über Treppen, Drehleiter oder tragbare Leitern nicht möglich sind. Der Sprungretter ist bis zu einer Höhe von ca. 20m ausgelegt, wobei zu erwähnen ist, das Verletzungen der springenden Person nicht auszuschließen sind, weshalb auch Übungssprünge verboten sind. Der Sprungretter besteht aus einem mit Druckluft gefüllten Schlauchgerüst (siehe unteres Bild), das auf allen Seiten von einer schwerentflammbaren und luftdichten Plane umgeben ist. Vorgenommen wird der Sprungretter mit einer Aufsprungfläche von 3,5 x 3,5m (bei einer Höhe von 1,7m) von zwei Feuerwehrleuten, die lediglich eine mitgeführte und betriebsbereit angeschlossene Druckluftflasche aufdrehen müssen, worauf hin der Sprungretter innerhalb von max. 30sek selbst aufrichtet und einsatzbereit ist. Innerhalb des Schlauchgerüstes herrscht im Betrieb ein Überdruck von 0,3 bar, der automatisch durch ein eingebautes Überdruckventil eingehalten wird. Ein Stellungswechsel kann von zwei Personen durchgeführt werden. Durch den Aufprall der springenden Person entweicht die Luft im Sprungretter kontrolliert durch als Drosselquerschnitt ausgelegten seitlichen Öffnungen und bremst den so Fall ab. Nach dem die gesprungene Person den Sprungretter verlassen hat ist ein neuer Einsatz innerhalb von gerade mal 3 sek möglich. |
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Aufrichten des Sprungretters, nach dem öffnen der einsatzbereit angeschraubten Druckluftflasche. Dieser Vorgang darf max. 30 sec dauern!
| Rollgliss Auf den Drehleitern wird jeweils ein 'Rollgliss' (Firmenbezeichnung) mitgeführt, es handelt sich hierbei um ein nicht genormtes, aber TÜV-geprüftes und von der Berufsgenossenschaft zugelassenes Rettungsgerät zur Rettung von Menschen aus Höhen und Tiefen bis max. 50m. Das Rollgliss besteht aus dem sogenannten Abseilapparat, der eine durch Rücklaufsperre gesicherte Rolle hat, um die das spezielle Polyamid-Kernmantelseil mit einem Durchmesser von 9mm und einer Länge von 60m zweieinhalb mal gelegt ist. Die Reißfestigkeit des Seils beträgt 1700kg. Die Rolle bewegt sich nur bei der Aufwärtsbewegung des Seils, wohin gegen die Last bei der Abwärtsbewegung durch die Seilreibung so stark abgebremst wird, das man lediglich 5kg Zugkraft benötigt, um eine Last von 100kg zu kontrollieren. Als Zubehör werden noch ein Rettungssitzgurt, diverse Karabiner und Endlosschlingen zum befestigen des 'Rollgliss' mitgeführt. |
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| Eis- und Wasserrettungsanzug Von der norwegischen Firma Helly Hansen stammt der Eis- und Wasserrettungsanzug, der auf jedem HLF der BF Braunschweig mitgeführt wird. Bei jedem Alarm für den Wasserrettungszug zieht das Wassertruppmitglied des HLF den Anzug an, der unter der Sitzbank im Mannschaftsraum in einer Tragetasche gelagert ist. Sinn und Zweck dieses Anzugs ist, dass der Träger vor einer Unterkühlung geschützt wird und so länger in überlebens- erschwerenden Situationen tätig sein kann, wie etwa bei der Rettung von Personen aus Gewässern und Eis. Der Anzug besteht aus flammenabweisendem, doppelt kaschiertem Neopren und ist an Knie, Ellbogen und Gesäß verstärkt. Getragen wird der Anzug im Einsatzfall über der Kleidung des Retters. Das heißt, die Arbeitshose und das T- Shirt wird anbehalten, Schuhe jedoch werden ausgezogen, da an dem Anzug Stiefel fest angebracht sind. An den Armen befinden sich Neoprenmanschetten, der Kopf wird durch eine integrierte Kapuze geschützt. Der Eigenauftrieb des Anzugs beträgt 63 Newton, die integrierte Rettungsweste, welche bei Bedarf mit dem Mund über ein Ventil aufgeblasen werden kann, liefert zusätzlich 80 Newton Auftrieb. In der Tragetasche befinden sich zusätzlich noch Gummisandaletten mit Spikes, die unter die Stiefel gespannt werden können, um sich auf Eis sicher fortbewegen zu können. In dem Anzug sind neben der Signalpfeife auch 2 „Spike- Stifte“ verstaut, um sich kriechender Weise auf Eis bewegen zu können. Zusätzlich wurden für die Anzüge noch Handschuhe und eine Taucherbrille beschafft. Da dieser Anzug in gewisser Weise ain Rettungsgerät ist, ist er an dieser Stelle als solches zu finden. Siehe auch
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| Eisretter Für die Rettung von Personen, die auf Eisflächen eingebrochen sind, hält die BF Braunschweig die Rettungsplattform „Rescue Alive“ der Firma Ferno vor. Diese Plattform besteht aus 2 Schwimmkörpern mit einer Tragfähigkeit von 270 Kilogramm, einem besonderen Paddel, zwei befestigte Haltestangen und einem Sicherheitsgurt für den Verunfallten. Das Besondere an dem Paddel ist, dass ein Stück des Paddels mit Metall beschlagen ist. An diesem Beschlag ist eine 90° abgewinkelte Metallspitze montiert. Diese Metallspitze dient zum besseren Vorwärtskommen auf Eisflächen. Diese „Modifizierung“ wurde bei der BF selber vorgenommen, da die normale Ausführung des Paddels diese Möglichkeit zur Fortbewegung auf Eis nicht bietet. Kommt die Rettungsplattform zum Einsatz, kann mit ihr auf offenem Gewässer gepaddelt und ebenso vom Wasser auf das Eis gefahren werden. Vorteilig weiter ist, dass der Retter über dem Verunglückten arbeiten kann und so jederzeit die Kontrolle über die Situation behalten kann. Das Opfer wird aus dem Wasser direkt auf die Plattform gezogen. Zum Transport wird das Gerät dann einfach zusammengelegt und verstaut. Das Einsatzgewicht der Rettungsplattform beträgt 39 Kilogramm. |
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| Rescue Sled Ein sehr vielseitiges Rettungsgerät ist das „Rescue Sled“ der Firma Pfitzner, welches auf den DLK der BF Braunschweig vorgehalten wird. Das Gerät besteht aus dem Sled an sich, einem Rucksack, in dem das Sled zusammengefaltet gelagert ist und einem Leinensack mit 100m Leine zum Sichern des Retters mit dem Sled. Das Besondere des Rescue Sled ist, dass es möglich ist, darauf zu paddeln, es zu ziehen, es auf- oder abzuseilen oder zu tragen. Das macht es möglich, das Gerät nicht nur zur Eis-, sondern auch zur Wasser-, Höhen- oder Bergrettung einzusetzen, etwa als aufblasbare Krankentrage. Das Aufblasen geschieht durch eine in dem Sled mitgeführte kleine Druckluftflasche. Wird diese geöffnet, füllen sich die Hohlräume des Sled mit Luft und das Gerät ist binnen kürzester Zeit einsatzbereit und schwimmt alleine. Wird ein Patient damit transportiert, kann er durch die vielen integrierten Gurte fixiert werden. Das Gewicht des Rescue Sled beträgt ca. 12 Kilogramm. |
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| Rettungstasche Die Rettungstasche dient dem Sicherheitstrupp zur Rettung von verunfallten und in Not geratenen Atemschutzgeräteträgertrupps. Der Inhalt dieser Tasche findet Verwendung bei einer nicht mehr funktionierenden Atemluftversorgung, die durch z.B. einen defekten Lungenautomaten, schadhaften Atemanschluß oder mangelnden Atemluftvorrat hervorgerufen wird. Außerdem gibt sie die Möglichkeit, den verunfallten Trupp mittels des Tragetuchs oder der Rettungsschlaufe/ Bandschlinge aus dem Gefahrenbereich zu retten. Verlastet sind sie auf den HLF´s der BF Braunschweig.
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| Schleifkorbtrage Die Schleifkorbtrage als Rettungsgerät dient dazu, verunfallte Personen aus dem Gefahrenbereich zu transportieren. Durch viele Griffe an der Trage, der guten Möglichkeit, die zu rettenden Person zu sichern und der Schutz, der von der harten Umhüllung der Schleifkorbtrage ausgeht, ist es möglich, sie auch in unwegsamen Gelände und nahezu allen Situationen einzusetzen. Verlastet ist sie auf den DL´s und dem RW, sowie dem AB Rüst der BF Braunschweig.
Technische Daten der Schleifkorbtrage:
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