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Am 01. April 2007 begann mit dem Vorbereitungsdienst 2007 (VD 2007), der vorerst letzte VD seine Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr Braunschweig. Zum dritten mal innerhalb von nur anderthalb Jahren werden somit erneut Kollegen für den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst ausgebildet. Dieses mal sind es fünfzehn Kollegen und ein Kollegin.
Aufgrund der vielen positiven Reaktionen zu dem Ausbildungsweblog des VD 2006B, sahen wir uns darin bestätigt, dieses nun auch für den VD 2007 anzubieten, vorausgesetzt, es würde sich jemand finden, der die Berichte schreiben würde.
Der Kollegen
Sebastian Neuwirth (sn) hat sich sofort bereiterklärt, uns von nun an wöchentlich mit dem Neuesten aus dem Verlauf des VD 2007 in Wort und Bild zu versorgen. Hinzugekommen ist mittlerweile noch der Kollege
Thomas Russ (tr), somit ist die Berichterstattung aus beiden Gruppen gewährleistet.
Wir danken den Kollegen an dieser Stelle für ihre Bereitschaft und wünschen den neuen Kollegen der Berufsfeuerwehr Braunschweig einen positiven Ausbildungsverlauf.
Begleiten Sie die Mitglieder des VD 2007 und Ihre Ausbilder HBM Hamster,U., BM Meyer und BM Buchhorn,St. unter der Leitung von HBM Daeder, innerhalb des ersten halben Jahres während Ihrer Grundausbildung, die jeweils von Montag bis Freitag im Tagesdienst absolviert wird. Viel Spaß beim lesen!
Die Webmaster

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1. Woche (02.04.-08.04.2007)
Der Montag begann früh mit dem Ablegen des Diensteides. Kurz darauf folgte dann das gemeinsame Frühstück, welches wir zusammen mit dem VD 06 B, also unseren Vorgängern, unseren Ausbildern und der FB- Leitung genossen. Danach ging es mit der Vorstell- und Kennlernrunde weiter, in der jeder aus dem VD 07 und die Ausbilder, etwas von sich erzählten. Raus kam, dass sich so gut wie jeder den Berufstraum erfüllt hat. Auch führten wir eine Wachbesichtigung durch, bekamen unsere Kleiderschränke zugewiesen und erfuhren erstmal viel organisatorisches, was fast den gesamten restlichen Tag füllte. Am Nachmittag begannen wir dann bereits mit den ersten praktischen Griffen: das Stechen und legen von verschiedenen Knoten.
Am Dienstag ging es früh erstmal mit Theorie los, wo wir die Themen Gerätekunde und die Feuerwehrdienstvorschrift 3 behandelten. Am Nachmittag sahen wir uns unsere Ausbildungsfahrzeuge an, ein LF 16- TS und ein LF 24. Zum Abschluss des 2.Tages hatten wir noch Dienstsport-Land, wo wir das erste Mal nach dem Einstellungstest um den Ölper See liefen.
Einen kurzen Überblick über die Anforderungen der Rettungsschwimmabzeichen bekamen wir Mittwoch früh, wo wir erfuhren, was auf uns zukommen wird. Danach begann unsere Besichtigungstour der Flughafen- und Südwache. Anschließend gingen wir auf historische Entdeckungsreise durch das innere Stadtgebiet von Braunschweig. Der wortwörtliche Höhepunkt des Nachmittages war wohl für alle die Aussicht vom Turm der St. Andreas-Kirche. Nicht nur für die neuen Kollegen, die erst nach Braunschweig gezogen sind, sondern auch für die, die bereits in Braunschweig wohnen, war es eine sehr interessante Tour.
Am Donnerstag, dem schon letzten Tag dieser Woche, begannen wir früh mit theoretischem Unterricht in Gerätekunde, mit dem Schwerpunkt der feuerwehrtechnischen Armaturen. Am Nachmittag machten wir unsere ersten Handgriffe mit den Schläuchen von unseren Ausbildungsfahrzeugen. Danach ging es für uns ins erste (Oster-) Wochenende. (sn)


2.Woche (09.04.-15.04.2007)
Die 2. Woche begann für uns - wegen Ostern - ausnahmsweise erst am Dienstag. An diesem Tag hatten wir Unterricht in Gerätekunde – Schutzkleidung und Löschwasserversorgung, was wir im Verlaufe des Tages auch in die Praxis umsetzten. Am Nachmittag hatten wir das erste Mal Dienstsport Land in der Turnhalle der BEPO in Braunschweig. Am Mittwoch hatten wir früh weiteren theoretischen Unterricht in Löschwasserversorgung. Den restlichen Tag fuhren wir dann das erste Mal auf das Gelände des THW in Braunschweig und übten den Aufbau eines Löschangriffs in der Praxis. Der Donnerstag begann früh mit einem ausgedehnten Lauftraining um den Ölper See. Nachdem alle frisch geduscht waren, bekamen wir unseren ersten theoretischen Unterricht in Fahrzeugkunde mit dem Schwerpunkt auf Löschfahrzeuge und wie diese unterschieden werden. Den restlichen Tag verbrachten wir wieder auf dem THW-Gelände, wo wir unter anderem die technische Hilfe – retten von Personen - nach kurzer Einweisung in Praxis umsetzten. Am letzten Tag der Woche, Freitag dem 13., hatten wir früh unseren ersten Schwimmunterricht im Hallenbad in Wenden. Dort machten unter Anleitung des Schwimmtrainers, auch einem Kollegen der Berufsfeuerwehr Braunschweig, erste Übungen zum Rettungsschwimmabzeichen, welches jeder von uns erwerben muss. Er stellte damit die Fitness in Sachen schwimmen eines jeden fest, sodass am Ende alle wussten, woran noch gearbeitet werden muss. Wieder auf der Hauptwache, erwartete uns ein kleiner Wettkampf, den unsere Ausbilder für uns ausgearbeitet hatten. Er bezog sich auf die Ausbildung vom Vortag: das Retten von Personen. Bei dem Wettkampf kam es auf das Teamspiel und die Kommunikation in der Gruppe an, sowie das erlernte bestmöglich anzuwenden. Eine Gruppe hat gewonnen… Allen hat dieser Vergleich neben Schweiß auch viel Spaß gebracht. Danach ging es für uns ins wohl verdiente Wochenende. (sn)

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3.Woche (16.04.-22.04.2007)
Ab dem heutigen Montag wurde der VD in 2 gleichgroße Gruppen geteilt, was auch für die Lehrgänge der kommenden 4 Wochen so bleiben wird.

Gruppe 1 (Atemschutzgeräteträger-Lehrgang):
Montag:Um 7.30 Uhr war pünktlich Beginn mit der Ausbildung des AGT-Lehrganges der 1 Gruppe des VD07. Zu Beginn der Ausbildung wurden wir vom Ausbilder Thomas Keck begrüßt und daraufhin stellten wir uns alle dem Ausbilder vor.
Wir ließen den Tag locker angehen und fingen mit einem theoretischen Teil der Ausbildung an.( was ist Atemschutz, Rechtsgrundlagen, Atemschutzformen und Atemschutzfilter).Nach dem Mittag ging es raus auf das Gelände und wir durften alle eine Maske mit Filter aufsetzen, es fing auch gleich mit der so genannten Gewöhnungsübung an. Diese Übung erstreckte sich über 1 und eine halbe Stunde. Wir durften unter Atemschutz mit Filter mehrere Säcke umstapeln, dann ging es bei schönem Sonnenschein 2km zu Fuß durch Braunschweigs Südstadt, danach ging es 2mal durch die Kriechstrecke und anschließend aufs Laufband mit Hammer ziehen und Armtrainer. Wir waren danach alle sehr geschafft und durften endlich unsere Masken absetzen.
Dienstag: Auch an diesem Tag ging es planmäßig mit dem theoretischen Teil der Ausbildung los, und zwar schauten wir uns den Aufbau der Pressluftatmer an, wir lernten mit welchen Atemgiften wir in Zukunft zu tun haben. Weiterhin experimentierten wir mit Benzin und lernten etwas über die Entstehung von Brandrauch. Vor dem Mittag schauten wir uns noch ein Video zum Thema persönliche Schutzausrüstung an. Nach dem Mittag lernten wir den Umgang mit dem PA und wiederholten die Gewohnheitsübung vom Vortag.
Am Mittwoch hatten wir, wie die Tage davor, ein paar Stunden Theorie. Wir nahmen mehrere Themen durch wie z.B. Einsatzformen, allgemein taktische Grundsätze des Atemschutzes und des Brandeinsatzes. Wir lernten auch das richtige Aufmachen einer Tür und welche Arten von Durchsuchungstechniken es in einem verqualmten Raum gibt.
Nach dem theoretischen Teil ging es dann wieder ans Eingemachte. Wir stellten aus alten Schalungsplatten einen Raum her und alle durften dann unter PA und unter Nullsicht diesen Raum absuchen. Jeder Trupp hatte einen anderen Raum den er mit Hilfe der gelernten Durchsuchungstechniken absuchen durfte. Ab und zu müssten wir auch eine Bewusstlose Person aus diesem Raum retten.
Am Donnerstag trafen wir uns alle wieder in unserem Lehrsaal in der Südwache und haben noch mal mehrere Einsatzgrundsätze unter PA durchgesprochen und haben das Thema der Einsatzdokumentation durchgenommen. Diese Diskussionsrunde ging bis ca.zum Frühstück. Daraufhin haben wir unsere persönliche Schutzausrüstung und unser PA geschnappt und sind nach Goslar in die dortige Atemschutzstrecke gefahren. Diese Atemschutzstrecke sind wir dann anschließend zweimal durchgegangen. Es hat uns allen viel Spaß gemacht, aber es war auch sehr anstrengend und wir waren alle recht doll durchgeschwitzt.
Der Freitag begann morgens im Lehrsaal der Südwache, zum Abschluss haben wir noch einmal die Regenerationsgeräte durchgesprochen. Danach standen die Wiederholungen auf unserem Plan. Dann ging es auch schon los mit der schriftlichen Prüfung, sie beinhaltete ca.20 Prüfungsfragen, wozu wir ca. 1 Stunde Zeit hatten. Gleich im Anschluss wurden wir alle einzeln mündlich über unser Fachwissen geprüft. Alle haben erfolgreich bestanden und wir durften alle unsere Personalnummer auf unseren Helm kleben. Wir haben uns im Anschluss beim Ausbilder für seine lockere Ausbildung bedankt. Der Lehrgang war aus unserer Sicht ein voller Erfolg und er hat uns auch viel Spaß bereitet. (tr)

Gruppe 2 (Maschinisten-Lehrgang):
Der Montag begann für unsere Gruppe mit dem Maschinisten- Lehrgang und einem großen Teil Theorie, der den ganzen Tag in Anspruch nahm. Wir hatten Unterricht in Pumpenkunde, lernten die Bauteile einer Feuerlöschkreiselpumpe kennen und erhielten Kenntnis über die Aufgaben eines Maschinisten. Ebenso erfuhren wir, welchen Prüfungen eine Pumpe unterzogen werden kann, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Am Dienstag hatten wir früh noch einen letzten Teil des theoretischen Unterrichts zu absolvieren, bis es danach für den restlichen Tag mit einigen Fahrzeugen an den Stadtrand von Braunschweig ging. Dort übten wir praktisch den Betrieb verschieden leistungsfähiger Pumpen über die Wasserentnahmestelle Fahrzeugtank und Hydrant. Auch wurde vieles, was vorher theoretisch besprochen wurde durch die Praxis verdeutlicht. Mittwoch fuhren wir das erste Mal den ganzen Tag an den Mittellandkanal, wo wir mit mehreren Fahrzeugen Stationen aufbauten und die verschiedenen Funktionen der Pumpen in der Praxis übten. Das war der erste Tag, an dem wir selber, unter Aufsicht der Ausbilder, die Pumpen der Fahrzeuge und die tragbaren Pumpen bedienten. Noch mal an den Mittellandkanal fuhren wir am Donnerstag. Dort verbrachten wir, nach einer kurzen Theorieeinheit am morgen im Lehrsaal, wieder den ganzen Tag. Der Schwerpunkt lag dieses Mal auf der Wasserförderung über lange Wegstrecke und Wiederholungen der Vortage, um uns auf die Prüfungen am Freitag vorzubereiten. Heut war Prüfungsfreitag! Am morgen schrieben wir gleich unsere schriftliche Prüfung, 24 Fragen und 45 Minuten Zeit. Danach ging es gleich mit der mündlichen und praktischen Prüfung weiter, wo wir von unseren Ausbildern zu den verschiedenen Pumpen und deren Einsatzmöglichkeiten und Funktionen befragt wurden. Ergebnis: alle haben den Lehrgang bestanden. Auch bedankten wir uns bei unseren Ausbildern für die interessante Woche und dass sie uns den Stoff in relativ kurzer Zeit sehr verständlich „rüber gebracht“ haben. (sn)

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4.Woche (23.04.-29.04.2007)
Gruppe 1 (Maschinisten-Lehrgang):
Wie die Woche davor, begann unserer Lehrgang genauso so. Und zwar mit einem ganzen Teil Theorie. Der Theorieblock, den wir den ganzen Tag und einschließlich am Dienstagvormittag durchnahmen, umfasste mehrere wichtige Informationen, wie z.B. allgemeine Aufgaben des Maschinisten, Rechtsgrundlagen (Verhalten bei Fahrten mit Sonder- und Wegerechten), Feuerlöschkreiselpumpen verschiedener Baugrößen und Arten und die Wasserförderung. Dies war nur ein kleiner Teil, der uns im theoretischen die ganze Woche begleitet hatte, aber auch dies haben wir durch unsere Ausbilder gemeistert. Am Dienstag ging es dann mit mehreren Feuerwehrfahrzeugen raus zum praktischen üben/verstehen der einzelnen Feuerlöschkreiselpumpen. Wir übten das Handling der Pumpen, die Förderung von Wasser über einen Löschmittelbehälter und über einen Unterflurhydranten. Durch dieses Üben konnten wir die erlernte Theorie schnell umsetzen und auch verstehen, dank unserer Ausbilder.
Den Mittwoch und Donnerstag war die Gruppe den ganzen Tag am Mittellandkanal. Dort übten wir selbständig viele sehr wichtige Details über unsere mitgeführten Pumpen, wie z.B. Aufbau einer Saugleitung, Wasserentnahmestelle offenes Gewässer, Entlüftungsfunktion, Wasserförderung über lange Wegstrecke, Bedienung der Apollo-Wasserwerfer und Dachmonitor, mehrere Prüfungen der Pumpen und vieles mehr, was wir selbständig üben durften und auch mit Begeisterung machten. Aber die beiden Tage waren mit super Wetter erfüllt, trotzdem benötigten einige ihre mitgebrachte Wechselwäsche, da es doch ab und zu unerwarteten Niederschlag gab. Der Tag der Fragen von den Ausbildern war da, der Prüfungsfreitag. Er begann mit der schriftlichen Prüfung, danach wurden immer zwei Mann als Trupp zur mündlichen und praktischen Prüfung geholt und auch getestet, ob jeder einzelne die Woche alles verstanden hatte und es auch sicher anwenden kann. Alle 9 Mann konnten den Fragen der Ausbilder trotzen und es auch praktisch weitergeben. Wir bestanden alle die Maschinistenausbildung. Nach dieser freudigen Verkündigung bedankten wir uns bei den Ausbildern, sowie die Ausbilder bei uns für eine gute Zusammenarbeit mit dem Team. (tr)

Gruppe 2 (Atemschutzgeräteträger-Lehrgang):
Ab dem heutigen Montag waren wir auf der Südwache, um den Atemschutzgeräteträger- Lehrgang zu absolvieren. Früh ging es bei uns mit einer kurzen Einführung über den Ablauf der Woche und den Unterrichtsplan los. Danach gab es eine kleine Vorstellungsrunde, wo sich der Ausbilder, BM Keck, mit uns bekannt machte. Gleich darauf starteten wir in den ersten Unterricht. Themen waren die Atmung des Menschen, die Grundsätze des Atemschutzes, sowie Aufbau und Arten des Atemanschlusses. Auch besprachen wir den Aufbau und das Einsatzgebiet des Filtergerätes. Am Nachmittag bekamen wir dann das erste Mal einen Eindruck davon, was uns die Woche erwartet. Wir machten Gewöhnungsübungen mit dem Filtergerät, wie umstapeln von Torfsäcken, Durchgang durch die Atemschutzübungsstrecke und „spazieren“ gehen durch die Nachbarschaft der Südstadt Braunschweigs. Der Tag endete mit ordentlich durchgeschwitzten VD´lern. Der Dienstag startete früh mit Unterricht zu den Themen Feuerwehrschutzkleidung, Arten von Atemgiften und deren Wirkung, sowie Gerätekunde zum Atemschutzgerät. Dabei erfuhren wir die Bezeichnungen und Funktionen der einzelnen Bauteile eines Atemschutzgerätes. Am Nachmittag führten wir wieder eine Gewöhnungs- und Belastungsübung durch, aber diesmal mit Atemschutzgeräten: umstapeln von Torfsäcken, Durchgang durch die Atemschutzübungsanlage und absolvieren der verschiedenen Ergometer, Schlaghammer ziehen und Laufband. Auch diesmal waren wir alle durchgeschwitzt, aber diesmal bis auf die Knochen. Der Mittwoch begann früh mit theoretischem Unterricht mit dem Thema Suchen und Retten von Personen in Räumen unter Null-Sicht. Das nahm fast den ganzen Vormittag in Anspruch. Den restlichen Tag verbrachten wir damit, das Gehörte gleich in die Tat umzusetzen. Das, was wir am Anfang noch nicht so gut hinbekamen, verbesserte sich dann von Übung zu Übung, sodass wir zum Abend alle recht geschafft, aber um einiges Wissen und Erfahrung reicher waren. Den Höhepunkt der Woche stellte mit Sicherheit der Donnerstag da. Vor dem Frühstück hatten wir Unterricht zum Thema Einsatzgrundsätze. Danach beluden wir unsere Fahrzeuge und fuhren zur FTZ nach Goslar, wo wir den restlichen Tag verbrachten. Wir machten zuerst einen lockeren Durchgang mit PA durch die größere und komplexere Anlage dort. Nach einer kurzen Pause starteten wir dann truppweise zu unserer Belastungsübung. Durch die vielfältigeren Möglichkeiten, den Parcours zu gestalten, bekamen wir einen annähernden Eindruck davon, wie es im Ernstfall sein muss. Wieder einmal waren wir bis zum letzten Kleidungsstück völlig durchnässt. Den letzten Tag des AGT- Lehrganges füllten wir früh mit einer kurzen theoretischen Unterrichtseinheit zum Thema Langzeitatemschutzgeräte. Danach stand eine kleine Wiederholung der Themen der Woche auf dem Plan, um noch mal alles Wichtige für die Lernzielkontrolle in Erinnerung zu rufen. Danach schrieben wir die LZK, für die 25 Fragen hatten wir eine Stunde Zeit. Kurz darauf folgte die mündliche Prüfung, wo wir verschiedene Fragen am Gerät oder zu Einsatzgrundsätzen usw. beantworten mussten. Am Ende des Tages erfuhren wir dann, dass alle den Lehrgang bestanden haben, was uns anschließend erlaubte, das „Ritual“ durchzuführen: das Aufkleben unserer Helmnummern! Zum Abschluss möchten wir uns an dieser Stelle bei unseren Ausbildern sehr für die tolle und lehrreiche Woche und den Wachabteilungen der Südwache bedanken! Die WA´s haben uns die Woche über mit wichtigen Getränken (Kaffee), sowie 5- Sterne- mäßigem Frühstück und Mittagessen versorgt – Danke!-. (sn)

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5.Woche (30.04.-06.05.2007)
Gruppe 1 (Sprechfunker-Lehrgang):
Unsere Ausbildung zum Sprechfunker begann eigentlich fast genauso, wie die anderen Lehrgänge zuvor auch. Wir begannen am Montag erst einmal mit der Begrüßung unsererseits, um danach auch gleich richtig in die Theorie des Sprechfunks einzusteigen. Am ersten Theorietag lernten wir alles über die physikalischen Grundlagen des Sprechfunks, Aufgaben des Sprechfunkers, die Niedersächsischen Regelungen im Sprechfunkverkehr, die Grundlagen der BOS Vorschriften usw. Den Dienstag konnten wir alle ein wenig entspannen bzw. lernen, da es ein Feiertag war. Am Mittwoch starteten wir dann natürlich gleich wieder mit Theorie durch. Unter anderem lernten wir die verschiedenen Geräte kennen und deren Aufbau, die theoretische Abwicklung des Sprechverkehrs und zu guter Letzt lernten wir den Umgang mit Waldbrandkarten / allg. Straßenkarten und die Geschichte der Kartenkunde. Den Donnerstag haben wir noch mal die Abwicklung des Sprechverkehrs durchgenommen, aber diesmal in praktischer Form. Jeder Kollege bekam ein Funkgerät und durfte mehrere Einsatzabläufe bearbeiten und auch über Funk, als formlose Nachricht, weiterleiten. Der Freitag war für uns alle ein recht lockerer bzw. interessanter Tag, da wir in 4 Gruppen mehrere Koordinaten abfahren und gleichzeitig mehrere Aufgaben lösen durften. Die ganze Abwicklung lief alles über Funk ab, die so genannte Funk- und Fahrübung, die auch gleichzeitig unsere praktische Prüfung war. Der ganze Montag ist mit der schriftlichen und mündlichen Prüfung unserer Fähigkeiten ausgefüllt, aber ich denke, wir schaffen das alle. (tr)

Gruppe 2 (Sanitätshelfer-Lehrgang):
Ab heute begannen wir mit dem Sanitätshelfer- Lehrgang auf der Hauptwache. Für die meisten von uns, die bereits Rettungsassistenten sind, ist dieser Lehrgang einer der leichteren. Wir begannen heut früh mit Unterricht zum Aufbau und der Organisation des Rettungsdienstes der Stadt Braunschweig und speziell unserer BF. Danach arbeiteten wir in Gruppen jeweils eine Präsentation zu verschiedenen Themen aus, die wir uns dann gegenseitig und dem Ausbilder vorstellten. Am Nachmittag sahen wir uns einen Rettungswagen, kurz RTW, unserer BF an und schauten genauer auf die Ausrüstung der Notfallrucksäcke. Der Dienstag war frei, aufgrund des 1. Mai. Wir setzten unseren Lehrgang dann am Mittwoch fort. Früh begannen wir wieder mit Gruppenarbeiten zu verschiedenen Schockarten, die wir uns dann wieder gegenseitig präsentierten. Zwischendurch durften wir einer Unterweisung der WA beiwohnen, in der es um Rettungsdienstalgorythmen bei verschiedenen Verletzungsmustern von Patienten ging. Danach wurde unsere Gruppe in Rettungsdienst- Erfahrene und –Unerfahrene geteilt. Dort wurde der Gruppe entsprechend praktischer Unterricht, wie z.B. Auffinden einer Person und Reanimation etc. durchgeführt. Zum Schluss hatten wir noch anschaulichen Unterricht zu der Anatomie des Menschen, hier speziell Organe des Menschen. Am Donnerstag starteten wir früh wieder mit Gruppenaufgaben zu den Themen Knochen des menschlichen Körpers, Medikamente (Definition, Arten, Darreichungsformen etc.). Im weiteren Verlauf erhielten wir Unterricht zum Thema Verbrennungen. Am Nachmittag machten wir eine Stadttour durch Braunschweig, bei der wir uns die Kliniken der Stadt ansahen und deren Behandlungsgebiete näher erläutert bekamen, also zu welchem Zeitpunkt und bei welchem Verletzungsmuster eines Patienten welche Klinik angefahren werden sollte. Der Freitag startete früh mit Theorieunterricht zum Thema Erste Hilfe bei Personen, die mit einem Helm (Motorradfahrer z.B.) verunfallt und zu versorgen sind, sowie zum Thema Frakturen. Danach ging es mit dem Bekanntmachen mit Rettungsgeräten zum Versorgen von Frakturen weiter. Den restlichen Vormittag bildeten wir 2er- Gruppen, wo wir Fallbeispiele aus dem Rettungsdienst, unter den scharfen Beobachtungen der Ausbilder, abzuarbeiten hatten. Am Nachmittag schauten wir uns den RTW und das NEF der BF Braunschweig an und welche Beladung dort vorgehalten wird. Der Nachmittag war dann gefüllt mit Vorbereitungen zu unserem ersten BraSiWa- Dienst am Sonntag. Dazu und zu den Prüfungen zum aktuellen Lehrgang mehr in der nächsten Woche.
Zum Abschluss dieser Woche noch ein paar Neuerfindungen eines unserer VD- Kollegen zu bereits existierenden Geräten der Rettungsmedizin: der „Abubu- Sack“ (siehe Foto!!) und der „Gänsegurke“…(sn)


Sonderdienst zur Schloßeröffnung
Nachtrag zur 5. Woche: Brandsicherheitswachdienst - Eröffnung des Braunschweiger Schlosses am 06.05.2007
Heute hatten wir unseren ersten Brandsicherheitswachdienst (BraSiWa) seit Beginn der Ausbildung bei der BF BS.
Los ging es am frühen Morgen um 7 Uhr mit dem Bestuhlen und Absperren des Schlossvorplatzes für die geladenen Gäste der Schlosseröffnung. Zusammen mit dem VD 06 A, dem VD 06 B und den Ausbildern wurde ein Löschzug, 3 RTW- Besatzungen und eine „Eingreiftruppe“ gestellt, die den Ablauf der Einweihung sicherstellen sollten. Wir hielten uns dann an der Hinterseite der Schloss Arkaden (Schulhof einer Grundschule)auf, wo ein Betreuungs- und Wachareal aufgebaut war. Dort wurden wir durch Kameraden der FF Braunschweig verpflegt und hielten uns in Bereitschaft. Da die Veranstaltung sehr ruhig und geordnet ablief, kam es bis zu unserem Abrücken zu keinerlei nennenswerten Zwischenfällen. Gegen 17 Uhr bekamen wir dann den Befehl, aufgrund der ruhigen Lage, aufzuklaren, unsere Schutzkleidung auf die Fahrzeuge zu verladen und auf die Hauptwache einzurücken. Eigentlich war geplant, bis 22 Uhr vor Ort zu bleiben. Aber da noch Prüfungen in den einzelnen Lehrgängen anstanden, wir schon seit 7 Uhr vor Ort waren und die Lage übersichtlich war, konnten wir bereits früher auf die Wache zurück kehren.
Bedanken möchten wir uns für die tolle und reichhaltige Verpflegung durch FF Braunschweig, was zeigt und spüren lässt, dass die FF und die BF, sowie die Hilfsorganisationen in Braunschweig eine Einheit sind. (sn)


6.Woche (07.05.-13.05.2007)
Gruppe 1 (Sanitätshelfer-Lehrgang):
Wie schon der Lehrgang unserer Kollegen des VD 07 davor, begannen wir unseren Sanitätshelferlehrgang auf der Hauptwache. Den Montag gestalteten wir wie folgt: Aufbau und Organisation des Rettungsdienstes in der Berufsfeuerwehr der Stadt Braunschweig. Kurz nach dem Frühstück durften wir uns in zwei kleinen Gruppen aufteilen und je Gruppe ein Thema ausarbeiten(erste Gruppe hatte das Thema Lunge, die andere durfte etwas über das Herz erzählen und an der Tafel vorstellen).
Nach dem Mittag gingen wir gemeinsam in die Feuerwache und schauten uns einen RTW der BF an. Uns wurde alles genau erklärt und auch gezeigt, wo alle Materialien auf dem Fahrzeug verlastet sind. Am Dienstag nahmen wir alle Schockarten durch und durften sie auch wieder an der Tafel vortragen. Nach diesem interessanten Thema wurden wir auch in zwei Gruppen aufgeteilt (erfahrende Sprich RS, RA und die, die noch keine Rettungsdiensterfahrungen besitzen). Wir nahmen die allgemeinen Algorhytmen bei einer Reanimation durch und durften anschließend eine Reanimation durchführen. Am Mittwoch und Donnerstag handelten wir folgende Themen aus, wie z.B. auffinden und ansprechen einer Person, Helmabnahme, stabile Seitenlage, Knochenbrüche, Skelettaufbau, Organe im menschlichen Körper, Stabilisierung eines Patienten mit Hilfe der Vakuummatratze, Luftkammerschienen, Schaufeltrage usw..
Der Donnerstag war auch noch mit einer Fahrt in die Krankenhäuser der Stadt Braunschweig untermalt, dort schauten wir uns die einzelnen Notfallaufnahmen an und uns wurden die einzelnen Gegebenheiten dargelegt. Am Freitagvormittag besprachen wir folgende Themen: Verbrennung / Verbrennungskrankheit, Kindernotfälle, Verätzungen / Vergiftungen und Medikamente im Rettungsdienst. Außerdem lernten wir den Umgang mit der Trage und dem Tragestuhl, die im RTW verlastet sind. Es war ein sehr spannender Lehrgang und wir bedanken uns bei unseren Ausbildern für Ihre spannenden Präsentationen. Jetzt bleibt bloß noch der Montag als Prüfungstag über, aber wir alle sind sehr zuversichtlich und werden auch diese Prüfung mit Erfolg bestehen. (tr)

Gruppe 2 (Sprechfunker-Lehrgang):
Da uns ein Tag in der letzen Woche fehlte, wurden wir am heutigen Montag geprüft. Am Morgen begann der Tag mit einer kurzen Unterrichtseinheit in Gynäkologie und Verhalten und Vorgehensweise bei Kindernotfällen. Danach ging es aber schon mit den Prüfungen weiter. Als erstes kam die schriftliche Überprüfung dran, für die wir eine dreiviertel Stunde Zeit hatten. Nach einer kurzen Pause danach, wurden wir dann zum praktischen Test gebeten. Immer Truppweise wurden wir in den Lehrsaal gerufen und bekamen dann eine kurze Lageeinweisung. Ab da an waren wir auf uns alleine gestellt und mussten das gelernte bestmöglich anwenden. Da dass jeder von uns hinbekommen hat und der „verunfallte Ausbilder gerettet“ wurde haben auch alle diesen Lehrgang mit Erfolg bestanden.
Am Dienstag begann dann unser Sprechfunk- Lehrgang. Wir starteten früh mit einer kurzen Vorstellungsrunde und bekamen einen Einblick in den Ablauf des Lehrganges. Gleich darauf folgte der erste Unterricht, der den restlichen Tag in Anspruch nahm. Also wieder viel Theorie. Unterrichtsthemen waren: physikalische Grundlagen, Aufgaben des Sprechfunkers, Grundlagen der PDV/DV 810.3 usw. Der Mittwoch wurde wieder hauptsächlich mit Theorie gefüllt. Mit den Themen: Kartenkunde, Abwicklung Sprechfunkverkehr und Gerätekunde. Am Nachmittag führten wir dann unsere erste „Trocken"- Sprechfunkbetriebsübung im Unterrichtsraum durch, wo erst einmal der grundlegende Ablauf geübt wurde. Einen ganzen Tag, also den Donnerstag, verbrachten wir mit der Sprechfunkbetriebsübung mit den in Braunschweig gebräuchlichen 2m- Band Handsprechfunkgeräten. Ziel des Tages war, den Umgang mit den Funkgeräten zu vertiefen und möglichst korrekte Funksprüche abzugeben. Wir bekamen jeder ein Funkgerät und wurden dann auf verschiedene Räume im Gebäude verteilt. So war jeder auf sich gestellt und musste in Eigenregie Funksprüche annehmen und abgeben. Unsere praktische Prüfung hatten wir am Freitag. An diesem Tag führten wir unsere Funk- und Verkehrsübung im Stadtgebiet Braunschweig durch. Wir wurden in 2er- Gruppen auf je ein Fahrzeug eingeteilt und bekamen dann Befehle über das 4m- Band Funkgerät zugewiesen, die wir abzuarbeiten hatten. Die Aufgaben bestanden hauptsächlich aus erkunden von Ortschaften, anfahren von Zielgebieten nach Koordinaten und natürlich das korrekte Absetzen von Funksprüchen im Sprechfunkverkehrskreis. Am Montag wird dann noch die schriftliche und mündliche Prüfung folgen. (sn)

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7.Woche (14.05.-20.05.2007)
Gruppe 1 (Sanitätshelfer-Lehrgang):
Unser Montag begann gleich frühs mit der schriftlichen Prüfung des Sanitätshelferlehrganges, für den- zum Teil- Ankreuztest hatten wir eine Dreiviertelstunde Zeit zur Verfügung, die auch für alle Teilnehmer vollkommen ausgereicht hatte. Der Test bestand aus 16 Fragen und einem Fallbeispiel, das wir abarbeiten und schriftlich wiedergeben sollten. Nach dem Frühstück ging es anschließend gleich weiter mit der mündlich/praktischen Prüfung der Sanitätshelferausbildung. Wir wurden dann alle im Team aufgerufen und sollten mehrere Sachen erklären und anlegen können, wie z.B. Vakuumschiene, Stiffneck, Infusionsvorbereitung mit Blutkreislauf, Organe, Aufbau des Herzens, Blutdruckmessung u.v.m... Nachdem alle Kollegen fertig mit Ihrer Prüfung waren, ging es danach zur Auswertung des Lehrganges über. Alle hatten den Lehrgang bestanden. Wir bedankten uns anschließend bei den Ausbildern für diese sehr lehrreiche und interessante Woche. Wie auch aus dem Lehrgang der zweiten Gruppe zuvor, haben wir natürlich auch einige Neuerfindungen zum Thema Rettungsdienst, wie z.B. die "Hornschen Klappen" ( 6 Klappen im Herzen ) und den "Kasulkischen Schwamm". Den Rest der Woche hat mein Kollege (sn) schon beschrieben. Auch an dieser Stelle noch mal vielen Dank an alle Ausbilder, die uns schon so vieles beigebracht haben. (tr)

Gruppe 2 (Sprechfunker-Lehrgang):
Am Montag hatten wir unsere schriftliche und mündliche Prüfung im Sprechfunk- Lehrgang noch zu durchlaufen. Früh schrieben wir unsere schriftliche Arbeit, für die wir eine Stunde Zeit hatten. Nach dem Frühstück ging es dann damit weiter, dass wir alle nacheinander in die Fernmeldezentrale des KatSchutz-Zentrum gerufen wurden und dort von unseren Ausbildern zu verschiedenen Themen befragt wurden. Als jeder die Befragung überstanden hatte, folgte noch ein gemeinsames Mittagessen und danach bekamen wir die Ergebnisse: Jeder hatte den Lehrgang bestanden. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an unsere Ausbilder für die interessante Woche! (sn)

Da wir nun alle die 4 Wochen dauernden Lehrgänge mit Erfolg hinter uns gebracht hatten, kamen wir am Dienstag alle wieder zum gemeinsamen Unterricht im Lehrsaal zusammen. Thema an diesem Morgen waren Rettungsgeräte. Wir behandelten die verschiedenen Arten von Leitern, die es bei der Feuerwehr gibt. Am Vormittag wurden wir dann in 3 Staffeln aufgeteilt. Es folgten dann praktische Übungen mit der Steckleiter, der Schiebleiter und eine Staffel fuhr auf das Gelände des THW, um Brandschutzübungen durchzuführen. Am Nachmittag hatten wir noch Dienstsport- Land auf dem Gelände der BePo BS. Der letzte Tag dieser Woche- Mittwoch-, die aufgrund des Feiertages und dem Brückentag am Freitag sehr kurz ausfällt, fuhren wir früh wieder alle gemeinsam auf das Gelände des THW, um dort Unterricht in Sachen UVV und Mathematik zu bekommen. Danach wurde wieder in Staffeln aufgeteilt. 2 Staffeln verblieben auf dem THW- Gelände und eine fuhr zurück zur HW. Es wurde wieder der praktische Umgang mit den verschiedenen Leitern, sowie Brandschutzübungen durchgeführt.
Zum Dienstende bekam einer unserer Ausbilder noch seine „Hauptbrandmeister- Taufe“, die er sich redlich verdient hatte, durch den VD 2007 verabreicht. Das war für uns alle eine sehr „feuchte“ Angelegenheit… Viele Grüße an dieser Stelle an unseren (neuen) HBM- Ausbilder! (sn)


8. Woche (20.05.-27.05.2007)
Da jetzt der ganze VD wieder zusammen war, konnte die Ausbildung wieder „normal“ von statten gehen. Das ging gleich MO früh mit Unterricht in Mathe los. Der restliche Tag wurde wieder mit praktischen Übungen gefüllt. Dabei waren erneut: Brandschutzübungen auf dem Gelände des THW, Übungen zum Umgang mit den verschiedenen Leitern und Einsatz- und Anwendungsgebiete des RollGliss, welche auf den Drehleitern verlastet sind. Zu den Übungen wurden wir in 3 Staffeln aufgeteilt. Am Dienstag wurde gleich früh wieder in Staffeln geübt. Es wurde Stationsausbildung gemacht. Themen waren: die Hakenleiter, die Multifunktionsleiter und die Steckleiter. Am Nachmittag war wieder Dienstsport- Land angesagt. Mit einem längeren Part Theorie starteten wir am Mittwochmorgen. Unterrichtsthemen waren Gerätekunde, hier speziell Beleuchtungsgeräte. Danach hatten wir eine Unterrichtseinheit zum Thema Bekleidung nach der Dienstanordnung der Berufsfeuerwehr Braunschweig. Wir erfuhren, zu welchem Zweck welche Kleidung zu tragen ist. Dann folgend fuhren wir wieder zum THW- Gelände, wo wir Unterricht in Knotenkunde bekamen. Dieser Unterricht wurde gleich anschließend in die Praxis umgesetzt. Danach wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt und führten den restlichen Tag Brandschutzübungen durch. Der Donnerstag begann früh mit Unterricht in Staatsrecht und anschließend eine Unterweisung des Fahrschulleiters der BF BS. Darin wurde uns mitgeteilt, auf was wir im Straßenverkehr, insbesondere mit Fahrzeugen der Feuerwehr, zu achten haben und welche Sonderrechte es gibt. Anschließend ging es mit praktischem weiter. Wir übten das Retten von Personen über die Steckleiter. Danach gab es wieder einen, von den Ausbildern erdachten Parcours, den die erste und zweite Gruppe auf Zeit zu bewältigen hatten. Gewonnen hat diesmal die andere Gruppe, aber ordentlich durchgeschwitzt waren wir alle- wiedermal. Der letzte Tag dieser Woche, der Freitag, startete früh mit Dienstsport- Wasser. Wir hatten diesmal einen kleinen Theoriepart am Beckenrand und danach ging es für uns alle ins Wasser, wo wir weiter für das Rettungsschwimmabzeichen trainierten. Zurück auf der Hauptwache bekamen wir den noch ausstehenden Teil Unterricht in Staatsrecht.
Noch ein kleiner Zusatz: Am Nachmittag fuhr der VD 2007 mit ein paar weiteren Kollegen aus den Wachabteilungen der HW zu der Trauung von einem unserer Ausbilder. Wir zogen unseren Dienstrock an und nahmen für jeden eine Feuerpatsche mit, sowie eine Drehleiter, die von den WA- Kollegen bedient wurde. Mit den Feuerpatschen bildeten wir ein Spalier, durch den das Brautpaar laufen durfte. Anschließend wurde das Paar in den Korb der Drehleiter geführt und für einen Moment, „lag die Welt dem Paar zu Füßen“... Wir möchten dem Brautpaar an dieser Stelle die besten Wünsche für die Zukunft und alles Gute zukommen lassen. (sn)


9. Woche (28.05.-03.06.2007)
Diesmal war der Dienstag unser Beginn der Woche, da wir alle am Montag frei hatten (Pfingsten). Am Dienstag beschäftigten wir uns mit dem interessanten Thema Brandlehre, dort lernten wir viele wichtige Sachen über die Verbrennung im Allgemeinen, über die 5 Vorraussetzungen einer Verbrennung, über die einzelnen Brandklassen, über die Entzündbarkeit und Brennbarkeit verschiedener Stoffe, über Explosionen und Explosionsgrenzen, über den Flashover ( Feuersprung), Backdraft ( Rauchgasexplosion), deren Entstehung und Wirkung, BLEVE ( Behälterbersten) und den Boil over („große Fettexplosion"). Dieses Thema nahmen wir an den darauf folgenden Tagen durch und schauten uns auch mehrere lehrreiche Videos an. Jeweils am Dienstag und Donnerstag hatten wir noch zwei Unterrichtseinheiten Mathematik. Der Dienstag endete mit dem Thema der Stromerzeugung und mit unserem allseits beliebten Dienstsport in der Sporthalle der BEPO, wo wir für unser Sportabzeichen übten. Am Mittwochnachmittag befanden wir uns wieder auf dem THW - Gelände und fuhren mehrere Schulübungen. Wir übten das Anleitern eines Gebäudes, sowie die Staffel oder die Gruppe im Löscheinsatz (nach der FwDV 3). Auch in dieser Woche nahmen wir mehrere Unterrichtseinheiten mit dem Thema der Gerätekunde durch, wie zum Beispiel der Stromerzeuger; die Sprungrettungsgeräte (Sprungtuch, Sprungpolster) und den Belüftungsgeräten. Diese drei Sachen nahmen wir sowohl theoretisch als auch praktisch durch und auch in Betrieb. Die taktische Ventilation von Einsatzstellen wurde uns mit Hilfe einer Präsentation sehr nah und auch deutlich gemacht. Dort wurde uns beigebracht, dass es viele verschiedene Varianten der Belüftung eines verqualmten Raumes gibt. Am Freitagmorgen war es wieder soweit: unser wöchentlicher Dienstsport "Wasser" im Hallenbad Wenden war wieder an der Reihe. Nach dem Schwimmen und dem Tauchen fuhren wir wieder zur Hauptwache und haben in unserer Verfügungsstunde die kommende Harzwoche besprochen. Nach dieser Stunde saßen wir mit der Wachabteilung im Lehrsaal und hörten uns einen Beitrag eines Feuerwehrkollegen über das Thema Digitalfunk (Tetra) an. Und zum Schluss gibt es wieder eine Danksagung unsererseits an die Ausbilder und auch Sportausbilder für Ihre Geduld und Ihrer tolle Ausbildung. (tr)

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10. Woche (04.06.- 10.06.2007)
„Harzwoche“ vom 04.06. – 08.06.2007
Diese Woche stand ganz unter dem Zeichen der „ Harzwoche“. Auch schon in der vergangenen Woche wurden reichliche Vorbereitungen dafür – organisatorisch wie logistisch- getroffen. Am Montagmorgen wurden die Fahrzeuge mit unserem Gepäck, sowie sämtlicher Verpflegung und Unterrichtsmaterialien beladen. Denn diese Woche sollte keine Urlaubswoche werden, sondern dazu dienen, Unterricht auch mal auswärts und unter anderen Bedingungen durchzuführen und natürlich, um sich noch besser kennen zu lernen. Angekommen in Oderbrück, entluden wir die Fahrzeuge und bezogen unsere Unterkunft. Danach begann gleich der erste Unterricht des Tages zum Thema Feuerwehr- Historie. Anschließend folgte die erste von 4 Lernzielkontrollen (LZK) der Harzwoche mit dem Schwerpunkt FwDV 3. Nach dem Mittag ging es dann mit dem Thema Fahrzeugkunde weiter, welcher den restlichen Nachmittag füllte. Am frühen Dienstagmorgen hatten wir unseren ersten Dienstsport- „Gebirge“. Wir machten eine Wanderung zur Spitze des Brockens, wo wir leider eine nicht so tolle Aussicht genießen konnten. Der Nebel hatte den ganzen Harz im Griff. Wieder angekommen in der Unterkunft hatten wir Unterricht mit dem Thema Absturzsicherung. Auch schrieben wir an diesem Tag wieder eine LZK, Schwerpunkt Schläuche & Armaturen. Der Nachmittag wurde mit Unterricht- Bewältigung berufsbedingter Belastungen- durch den Feuerwehr- Seelsorger der Feuerwehr Braunschweig gehalten. Sicherlich sehr interessant für alle war zu erfahren, wie jeder von uns auf seine eigene Art versucht, Stress zu bewältigen. Egal, ob bei den Rettungsdienst- Erfahrenen Kollegen, oder bei den Kollegen, die Stress bis jetzt nur aus dem privaten Bereich kannten. Der Mittwoch startete gleich früh mit theoretischer Unterweisung in der Handhabung von Motorsägen, sowie anschließend Knoten und Stiche. Fehlen durfte auch heute die LZK, diesmal Löschwasserversorgung, nicht. Nach dem Mittag ging es mit Unterricht zu Winden, Seilen und Zügen weiter. Danach folgte wieder eine ausgedehnte Einheit Dienstsport, diesmal –Wasser- im Erlebnisbad in Bad Lauterberg. Dort durften wir uns zur Abwechslung im Wasser so bewegen, wie wir es noch gewohnt waren, bevor wir die Ausbildung bei der BF BS begonnen haben. Am letzten Tag der „Harzwoche“, am Donnerstag, fingen wir früh bereits mit dem Reinigen und Aufräumen der Unterkunft an, ehe wir noch unsere letzte Unterrichtseinheit zu den Themen Einsatzvorbereitung & -planung sowie Alarm- & Ausrückeordnung (AAO) bekamen. Auch an diesem Tag schrieben wir die letzte LZK der Woche, Schwerpunkt Schutzkleidung. Danach ging es mit dem Reinigen der Unterkunft weiter, wir beluden wieder die Fahrzeuge und machten uns schließlich auf den Heimweg in Richtung Hauptwache.
Als Fazit der 4 Tage ist unserem neuen „Smutje“ ( siehe Bild rechts!) ein dickes Dankeschön auszusprechen, der zu jeder Mahlzeit mit besten kulinarischen Köstlichkeiten aufwartete. Auch hatte fast jeder am Ende der 4 Tage mit einer unerklärlichen Gewichtszunahme zu kämpfen… Die Nachbesprechung ergab, dass jeder mit dem Ablauf und der Organisation der Harzwoche zufrieden war. Auch wurden die Abende mit gemütlichem Beisammensein, diversen (lustigen) Gesellschaftsspielen und dem einen oder anderem Bierchen gefüllt. Danken möchten wir auch dem Ausbilder- Team, die uns diese Woche ermöglicht haben!
Am Freitag startete der Dienst früh wieder „normal“, mit Dienstsport –Wasser- im Hallenbad in Wenden. Danach wurden noch die Fahrzeuge gereinigt, mit denen wir unterwegs waren, sowie die Woche nachbesprochen. Auch begingen wir mit einem unserer Kollegen den 30. Geburtstag und da er noch nicht geehelicht wurde, hatte er ein paar Aufgaben zu erledigen… Alles Gute! (sn)


11. Woche (11.06.-17.06.2007)
Der Montag der 11.Woche begann mit zwei Unterrichtseinheiten Mathematik, im Anschluss folgten 7 Unterrichtseinheiten der technischen Hilfeleistung aus dem Bereich des Rettens aus Höhen und Tiefen. Dieses Thema nahmen wir sowohl theoretisch wie auch praktisch durch. Wir teilten uns wieder in zwei Gruppen auf, die erste Gruppe fuhr daraufhin in die Naumburgstraße, wo ein geeigneter Schacht zum üben aus Tiefen steht. Die zweite Gruppe blieb auf der Hauptwache und übte das Retten aus Höhen in der dortigen Abstellhalle. Bei dem Retten aus Tiefen, bauten wir uns mit Hilfe der 4 -teiligen Steckleiter eine Bockleiter und konnten so den Verletzten mit dem Rollgliss aus dem dortigen Schacht befreien. Wir befreiten die Verletzten nicht nur auf die sanfte Variante, wir übten auch die so genannte Crashrettung, indem wir nur mit Hilfe eines Schlauches den Verletzten an den Füßen zuerst aus dem engen Schacht befreiten. Die Gruppe 2 übte das Retten aus Höhen in der Hauptwache, wir retteten den Verletzten mit Hilfe der Schleifkorbtrage und der vierteiligen Steckleiter, einmal wurde der Verletzte über ein Rutsche und einmal mit Hilfe des Leiterhebels nach unten transportiert. Nach ca. 3,5 Unterrichtseinheiten, tauschten die beiden Gruppen untereinander die örtlichen Gegebenheiten. Am Dienstag früh fuhren wir gleich auf das Gelände des THW, wo wir ca. 4 UE Brandschutzübungen fuhren, das Thema war diesmal: "Das richtige Auslegen einer
Schlauchreserve". Anschließend war ein theoretischer Teil angesagt über das Thema "Heben von Lasten". Der Dienstag endete mit dem Dienstsport Land in der Sporthalle der BEPO. Der Mittwoch begann wieder mit Theorie, mit dem Thema: "Trennen von Werkstoffen". Anschließend schauten wir uns alle Geräte an, die man fürs "Trennen, Heben und Bewegen" von Lasten benötigt und auch einsetzt, wie z.B. hydraulische Heber, pneumatische Hebekissen, Kettensäge uvm. Vor dem Mittag fuhren wir mit dem LF 24 und dem LF 16-TS zur Wasserförderung an die Oker, wo wir mit Hilfe eines Grills ein leckeres Mittagessen zu uns nahmen. Danach förderten wir den Rest des Tages mit Hilfe der Feuerlöschkreiselpumpen Wasser, wobei auch einige Kollegen wieder etwas nass geworden sind. Der ganze Donnerstag stand im Zeichen der kleinen Löschgeräte wie z.B. der Kübelspritze und dem Feuerlöscher. Zuerst stand Theorie (Aufbau des Feuerlöschers) auf dem Plan, danach ging es auf das Gelände der PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt), wo alle Kollegen den richtigen Umgang mit Feuerlöschern üben konnten und auch mehrere Kleinbrände löschen durften. Nach dem Mittag ging es dann wieder zurück zur Hauptwache, wo wir dann erfahren haben, dass bei Erdarbeiten in BS- Bienrode eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden wurde. Daraufhin übernahmen wir den Aufbau einer Gefahren - Abwehr - Leitung (GAL) in unserem Lehrsaal. Nachdem der Aufbau soweit abgeschlossen war, traf sich der Stab, um das weitere Vorgehen zu beschließen. Es wurde auch ein Bürgertelefon im Lehrsaal eingerichtet. Wir wurden dann alle informiert, dass wir am Freitag nicht regulär Unterricht haben, sondern wir am Freitag zur Evakuierung des abgesperrten Bereiches in Bienrode eingesetzt werden. Der Freitag begann um 7.00 Uhr morgens auf der Hauptwache, wo wir dann anschließend mit mehreren MTF nach Bienrode zu einer Schule gefahren sind. Diese Schule/ Turnhalle wurde dann als Anlaufpunkt, für die betroffenen Personen eingerichtet, die evakuiert wurden. Zwei Kollegen fuhren mit den MTF zu einem nahe gelegenen Kindergarten und evakuierten die dortigen Kinder, drei Kollegen wurden als Notfallseelsorger – diese Kollegen haben diese Ausbildung bereits vor dem Vorbereitungsdienst bei der BF Braunschweig absolviert- eingesetzt. Der Rest der Kollegen sorgte für den reibungslosen Ablauf der zu transportierenden Personen, bzw. Unterstützung der einzelnen Hilfsorganisationen oder war als Unterstützungspersonal im Stab eingesetzt. So gegen 12.00 Uhr war dann die Bombe entschärft und wir konnten alles wieder abbauen und anschließend zurück zur Hauptwache fahren. Dort säuberten wir unseren Lehrsaal und bauten die GAL wieder zurück. Anschließend fand eine kleine Nachbesprechung statt, wo wir den weiteren Ablauf besprochen haben. Wir trafen uns an diesem Abend nochmals um 19.00 Uhr alle wieder an der Hauptwache und fuhren gemeinsam zum „21. Nachlauf“ in die Innenstadt von Braunschweig, wo wir dann an einem Mannschaftslauf über 6,2 km, der 20.25 Uhr begann, teilnahmen. An diesem Lauf nahmen Gruppen aus den verschiedensten Firmen der Stadt und der näheren Umgebung von Braunschweig teil. Insgesamt waren es ca. 1200 Läufer nur für den Mannschaftslauf! Jedoch die meisten Teilnehmer aus einer „Firma“ stellte mit ca. 60 Läufern die Feuerwehr Braunschweig, da wir mit Kollegen aus den Wachabteilungen und Kameraden aus der Freiwilligen Feuerwehr teilnahmen. Die vielen Zuschauer rund um die Strecke sorgten für ordentlich Stimmung, die den einen oder anderen Läufer zu Höchstleistungen brachte. (tr)

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12. Woche (18.06.-24.06.2007)
Der Montag dieser Woche begann früh mit Unterricht von einem Kollegen des Personalrates der BF Braunschweig, der uns seine Arbeit in Form eines Unterrichtes näher brachte und mit uns den neuen 12- Stunden- Dienstplan, der kommen wird, sobald wir unsere Ausbildung absolviert haben, besprach. Danach folgend beluden wir mehrere Fahrzeuge und fuhren wieder auf das Gelände des THW, um dort die „kleine“ Technische Hilfeleistung zu üben, hier speziell Bewegen von Lasten mit Hilfe der hydraulischen Winden und Hebekissen, und um nach dem Mittag erneut Brandschutzübungen zu fahren, wo der Schwerpunkt wieder auf Schlauchreserve und Innenangriff lag. Am Dienstag hatten wir früh morgens einen besonderen Unterricht: Sozialbetreuung. Um es genauer zu sagen, ging es um die Themen Alkohol- und Drogenmissbrauch usw. Wir erfuhren, dass es bei der Stadt Braunschweig für die Angestellten und Beamten eine Suchtberatung gibt, an die man sich wenden kann, sollte man „Probleme“ mit Drogen etc. haben. Auch erfuhren wir, dass es eine „Dienstvereinbarung der Stadt Braunschweig“ mit verschiedenen Stufen gibt, die einem helfen sollen, seine Sucht zu bekämpfen. Danach folgend hatten wir eine „Gesprächsrunde“ mit dem Feuerwehrseelsorger. Da unser „Bergfest“ nicht mehr fern ist, besprach er mit uns, wie wir die vergangenen Wochen er- und verlebt haben. Dabei war interessant zu erfahren, wie jeder von uns die Zeit bis jetzt persönlich wahrgenommen hat. Den restlichen Tag verbrachten wir mit praktischer Wiederholung im Bereich der Leitern, hier hauptsächlich mit der Steck- und Schiebleiter. Was am Dienstag natürlich nicht fehlen durfte, war der Dienstsport Land auf dem Gelände der BePo in BS. Mittwoch früh begannen wir mit einem weiteren wichtigen theoretischem Unterrichtspart: der Löschlehre. Danach folgte unser erster Unterricht in Physik beim Fachbereichsleiter (FBL) der BF Braunschweig. Den restlichen Tag verbrachten wir mit praktischer Ausbildung auf dem Hof der HW mit den Schwerpunkten Trennen und Heben. Wir nahmen Hebekissen und –satz vor, um Lasten anzuheben. Anschließend fuhren wir zur PTB, um den praktischen Teil zum bereits gelaufenen Unterricht der taktischen Ventilation durchzuführen. Wir übten die hydraulische Ventilation, den Einsatz vom Be- und Entlüftungsgerät, sowie die Vornahme eines wasserbetriebenen Drucklüfters. Am Donnerstagmorgen teilten wir uns wieder in 2 Gruppen auf. Eine Gruppe fuhr wieder auf das Gelände der PTB, um dort den praktischen Teil der Absturzsicherung an einem Mast mit ca. 30 Meter Höhe zu absolvieren. Allerdings machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sodass wir auf die Abstellhalle auf der HW ausweichen mussten. Die andere Gruppe fuhr auf das Gelände der Deutschen Bahn, um die Motorsägenpraxis zu erlernen. Auch dort blieben die Kollegen nicht vom Wetter verschont und kamen völlig durchnässt, aber mit Erfahrung in der Handhabung der Motorsäge reicher, zur HW zurück. Die letzten beiden Stunden des Tages wurden mit Unterricht in Physik gefüllt. Am letzten Tag dieser Woche, dem Freitag, hatten wir früh wieder unseren Dienstsport – Wasser- in der Schwimmhalle in Wenden. Anschließend schrieben wir die LZK zum Thema Fahrzeugkunde. Für diese hatten wir eine Stunde Zeit. Nach einer kleinen Pause, hielten wir die ausgearbeiteten Referate über die Historie der Feuerwehr, wobei sich die eine Gruppe mit der Organisation und die andere Gruppe mit der Ausbildung der Feuerwehr von der frühen Geschichte bis heute beschäftigten. Danach starteten wir in unser wohl verdientes Wochenende. (sn)

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13. Woche (25.06.-01.07.2007)
Unsere 13te Woche begann am Montag mit zwei Unterrichtseinheiten Physik. Nach diesen beiden Stunden fuhren wir wieder auf das Gelände des THW und übten mit Hilfe des Mehrzweckzuges und der Seilwinde des RW 1 das Bewegen von schweren Lasten. Auch zum Einsatz kamen die so genannten Vetter Hebekissen, wo man mit Hilfe von Druckluft schwere Lasten auf bestimmte Höhen heben kann. Gegen Mittag fuhren wir zurück zur Hauptwache (HW), wo wir anschließend zwei Einsatzübungen durchspielten bzw. übten. Der Inhalt der Übungen bezog sich auf das Retten von Personen aus verqualmten Räumen in unklarer Lage der Räumlichkeiten. Zum Einsatz kamen die vierteilige Steckleiter und das Rollgliss. Am Dienstagmorgen hatten wir 2 Unterrichtseinheiten für uns als Verfügungsstunde, diese beiden Stunden nutzten wir zum selbständigen Üben im Bereich der Physik. Daraufhin hörten wir uns einen Vortrag eines Kollegen an, der uns über das Thema Digitalfunk (TETRA) etwas erzählen konnte. Auch am Dienstag fuhren wir wieder einige Einsatzübungen, diesmal auf dem Hof der HW. Anschließend ging es dann zum Dienstsport auf das Gelände der BEPO. Der Mittwoch begann mit dem Beladen der Fahrzeuge für die Fahrt zur Atemschutzstrecke nach Engerode. Dort verbrachten wir den ganzen Tag. In Vierer- Gruppen ging es dann in die Atemschutzstrecke, wo wir eine vermisste Person retten sollten. Dieser Tag bereitete jedem sehr viel Spaß, woraufhin alle gefragt haben, ob wir diese Übung nochmals durchführen könnten. Diese Übung war auch gleichzeitig unsere praktische Prüfung zum Atemschutzgeräteträger. Am Donnerstag fuhren wir zur Wasserrettung an den Südsee. Dort übten wir die richtige Handhabung mit dem Eisretter, mit dem Umgang des RTB 1 und des RTB 2 und dem Helly Hansen- Anzug. Auch der Umgang mit der Chiemseepumpe, der Tauchpumpe (TP 8) und der Turbinentauchpumpe (TTP 8/1/8) wurde uns dort beigebracht. Zwar spielte das Wetter nicht mit, aber trotzdem retteten wir eine Person aus dem Wasser, die vom Boot gefallen war. Danach ging es zurück zur HW und beendeten den Donnerstag mit 2 Unterrichtseinheiten zum Thema Löschlehre, wo wir über mehrere Schaumarten sprachen. Der Freitag begann wieder mit Physik. Nach dem Frühstück verlasteten wir unsere persönliche Schutzausrüstung auf den Fahrzeugen und fuhren zu einer Einsatzübung ins Kennel Bad, dort führten wir eine Brandbekämpfung durch. Anschließend übten wir den Umgang mit der Kettensäge und beseitigten mehrere Bäume, die nach einem Sturm umgefallen waren. Danach fuhren wir zur PTB, wo wir an einer Großübung (MANV) teilnahmen. An dieser Übung nahmen mehrere Hilfsorganisationen (Johanniter, DRK, Malteser), sowie der Fachzug (Personal) der Freiwilligen Feuerwehr Braunschweig, die Werksfeuerwehr und ein Löschzug der Berufsfeuerwehr teil. Unsere Aufgabe bestand darin, die Löschwasserversorgung sicher zu stellen, die eigentliche Brandbekämpfung des Unfallgeschehens, sowie die Rettung von Personen. Diese waren über das gesamte „Absturzgebiet“ verteilt. Dazu durchkämmten wir das Gebiet, in dem das Flugzeug abgestürzt war. Zwei unserer Kollegen waren auch auf zwei RTW der BF aufgeteilt. Von Seiten der Ausbilder lief die geleistete Arbeit unsererseits sehr gut. Nach der Übung fuhren wir zur HW zurück, wo eine kleine Einsatznachbesprechung statt fand und wir in das Wochenende gehen konnten. (tr)



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14. Woche (02.07.-08.07.2007)
Die 14. Woche startete früh auf dem Gelände des THW in Braunschweig. Dort hatten wir wieder einen Unterricht des Notfallseelsorgers der Feuerwehr Braunschweig. Diesmal stand das sensible Thema Suizid auf dem Plan. Ziel sollte es auch sein, dass jeder von uns sich mit der Thematik Suizid auseinander setzt, da es im späteren Einsatzdienst durchaus zu Einsätzen solcher Art kommen kann. Danach folgte wieder eine Einheit Mathematik. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Einsatzübungen. Besonderheit diesmal war, dass wir im „VD“- Zugverbund übten. Das heißt, wir stellten einen Löschzug auf, der aus LF 24, LF 16- TS und RW 1 bestand. Alarmiert wurden wir dann zu einer Lage, die wir dann gemeinsam abzuarbeiten hatten. Am Dienstagmorgen gab es eine Wiederholung zur Schaummittelberechnung und Befragung am Gerät. Darauf folgend hatten wir erneut Physikunterricht beim FBL und danach Löschlehre. Was am Dienstag natürlich nicht fehlen darf und wichtig für uns ist, war der Dienstsport – Land-. Der Mittwoch begann früh mit Unterricht in Physik. Aber das Hauptaugenmerk lag an diesem Tag auf der praktischen Ausbildung zum Schaumeinsatz. Dazu fuhren wir auf das benachbarte Gelände des Heizkraftwerkes- Nord Braunschweig. Neben dem Einsatz von Zumischern und diversen Schaumrohren stand an diesem Tag ein kleines Experiment auf dem Plan. Wir probierten aus, bis zu welcher Höhe das Gemisch von Wasser und Schaummittel in Abhängigkeit des Förderdrucks transportiert und dort von einem kombinierten Schwer- und Mittelschaumrohr unter Zugabe der Umgebungsluft, die zur Erzeugung von Schaum unerlässlich ist, in einsatzfähiger Qualität des Schaums ausgeworfen werden kann. Zur Überbrückung der Höhenunterschiede nutzten wir die Drehleiter. Auch überprüften wir den Schwerschaum auf seine Haftfähigkeit auf Oberflächen, sowie die Fließfähigkeit des Mittelschaums. Der ein oder andere Kollege testete dies an einem lebenden Beispiel, nämlich sich selbst. Der Tag endete mit Unterricht zum Thema Gefahren der Einsatzstelle, wo jeder dazu gebracht werden sollte, für sich zu überlegen, was für Gefahren ihn an einer Einsatzstelle erwarten können und diese zu berücksichtigen. Auch begannen wir mit einem Planspiel, bei dem wir ein Einsatzstichwort bekamen und wir die Gefahren dieses Einsatzes durchdachten und erläuterten. Der gesamte Donnerstag war mit reichlich Praxis gefüllt. Auf dem Plan standen wieder die Absturzsicherung, sowie die Motorsägenpraxis. Diesmal fuhr die jeweils andere Gruppe auf das Gelände der PTB und das Gelände der Deutschen Bahn in Braunschweig. Vorteil für beide Gruppen an dem Tag war, dass das Wetter doch gut mitspielte. So ist man zwar von innen her nass geworden, weil es eine Menge zu schwitzen gab, jedoch nicht von außen. Der letzte Tag der Woche begann früh wieder mit dem Dienstsport – Wasser- im Hallenbad in Wenden. Nach der Frühstückspause schrieben wir eine LZK mit dem Schwerpunkt der Brandlehre. Ca. 11 Fragen und eine Stunde Zeit. Als wir den Test geschrieben hatten, ging es nach einer kurzen Pause mit Wiederholung zum Thema Befragung am Gerät weiter, auch genannt: „Kaltes Buffet“. Dieses kalte Buffet wird uns die gesamte Ausbildung lang begleiten, da auch unsere Abschlussprüfung einen praktischen Teil vorsieht, in dem wir zu einem Fahrzeug gerufen werden, dort verschiedene Teile oder Armaturen in die Hand bekommen und uns zu diesen möglichst präzise äußern sollen. Nach der Wiederholung ging es für uns ins Wochenende. (sn)



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15. Woche (09.07.-15.07.2007)
Unser Montag umfasste mehrere Ausbildungsthemen ,wie z.B. Löschlehre, Gefahren der Einsatzstelle und Physik. Uns wurde gezeigt, wie viele Löschmittel es im Bereich der Brandbekämpfung gibt und mit welchen Mitteln man löschen kann. Ziel dieses Ausbildungtehma war es, uns beizubringen, wie man die einzelnen Löschmittel taktisch richtig einsetzt. Nachdem wir das Thema Löschlehre beendet hatten, stand Gefahren der Einsatzstelle auf dem Dienstplan. Dort sprachen wir über Angst und Angstreaktionen im Einsatz. Diese Angsreaktionen können in jedem Einsatz auf uns als Einsatzkräfte wirken und auch eine große Gefahr darstellen. Darauf folgend hatten wir Wiederholung zum Thema Befragung am Gerät (kaltes Buffet). Am Dienstagmorgen fuhren wir mit unseren Fahrzeugen (zwei LF 16-TS und RW 1) zu einer Zugübung nach Rüningen. Keiner wusste, was uns da erwartete, bis wir vor Ort waren. Unser Gruppenführer ging zur Lageerkundung über und teilte daraufhin seine Gruppe ein. Das erste LF16-TS wurde zur Menschenrettung unter PA mit dem ersten Rohr ins leerstehende Gebäude geschickt, die zweite Gruppe bzw. das zweite LF16-TS bekam den Auftrag, eine Wasserversorung zum ersten LF16-TS aufzubauen. Insgesamt 3 Zugübungen fuhren wir an diesem Dienstag. Was natürlich nicht fehlen durfte, war der Dienstsport Land. Am Mittwoch trafen wir uns alle im Lehrsaal der HW und uns wurde einiges über das angehende Löwenfeuer, das vom 27.07. bis 29.07. in Munster auf dem Truppenübungsplatz stattfindet, erzählt. Danach ging es wieder zum theoretischen Teil über, und zwar mit dem Thema Gefahren der Einsatzstelle. Zum Abschluß des Tages fuhren wir zum THW- Gelände, wo wir die angehenden Rettungsassistenten, die dort eine Übung fuhren, unterstützten. Unsere Aufgabe war es, mit dem Rettungsdienst zusammen zwei Einsatzübungen abzuarbeiten. Wir waren für das Anheben schwerer Lasten mittels Hebekissen und der Rettung aus einem 3 Meter tiefen Schacht mittels Rollgliss und Bockleiter beauftragt. Die Versorgung der verletzten Personen wurde von den Schülern der Rettungsdienstschule übernommen. Laut Aussage unsere Ausbilder, wurden die beiden Einsatzübungen gut abgearbeitet und man konnte mal wieder sehen, wie wichtig es ist, dass Feuerwehr und Rettungsdienst eng zusammen arbeiten sollten. Den gesamten Donnerstag waren wir auf dem Gelände der Südwache. Dort stand ein mobiler Brandschutzcontainer der Firma Dräger, der sogenannte "Fire Dragon". Ziel des Tages war es, dass jeder von uns mindestens einmal truppweise durch den "Fire Dragon" geht. Dort wurde uns beigebracht, wie wir uns bei einem Flash over verhalten sollen und wie man am besten das Löschmittel Wasser einsetzt. Auch sollte klar werden, welchen Einsatznutzen ein Hohlstrahlrohr gegenüber einem Mehrzweckstrahlrohr hat, wenn es korrekt bedient wird. Ebenfalls konnten wir die Hitze bei einem Innenangriff am eigenen Leib erfahren. Dieser Tag wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten, da es uns allen viel Spass bereitet hat und wir viel lernen konnten. Am Freitag war unsere Kanutour auf der Oker. Wir ließen uns mit den MTW`s nach Wolfenbüttel fahren, wo wir dann unsere Mannschaftskanadier in Empfang nahmen und auch gleich lospaddelten. Wir folgten dem Verlauf der Oker bis hin zur HW nach Braunschweig, wo wir dann gegen 15.30 Uhr anlegten. Das war ein recht lustiger Tag für uns alle und das Wetter hatte diesmal auch mitgespielt und uns mit Sonnenschein verwöhnt. Darum konnten auch einige Kollegen mal über Bord gehen und sich ein wenig abkühlen, um die Wasserqualität der Oker genauestens zu bestimmen. Nach unserer Okertour fuhren wir geschlossen zum Kennel-Bad um dort den schönen Tag beim Grillen und Zelten ausklingen zu lassen.(tr)

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16.Woche (16.07.-22.07.2007)
Der Montag dieser Woche startete mit Unterricht im Lehrsaal des THW zum Thema „ Einheiten im ABC- Einsatz“ nach der FwDV 500 zur Vorbereitung auf das Löwenfeuer 2007. Das Thema wurde hier nur theoretisch in Kurzform unterrichtet, damit wir beim Löwenfeuer auch ABC- Lagen bearbeiten können. Dieser Unterricht umfasst wesentlich mehr Einheiten, sodass zu einem späteren Zeitpunkt noch mal intensiv darauf eingegangen wird. Am Nachmittag fuhren wir Brandschutz Einsatzübungen auf dem Gelände der DB. Hier sollten wir speziell erkennen und lernen, wie der Ablauf der Verbrennung und die Rauchentwicklung und –ausbreitung von statten geht. Wir sollten anschließend die Brandgase kühlen und allgemein den Brand durch Vornahme des Hohlstrahlrohres bekämpfen. Wir wurden dazu in 3 Staffeln aufgeteilt. Dieser praktische Unterricht knüpfte bestens an den Brandschutzcontainer- Durchgang der letzten Woche an, sodass wir das Erlernte gleich wieder in der Praxis anwenden konnten. Am Dienstag hatten wir nochmals Unterricht zum Thema ABC- Einsatz, diesmal wurde das theoretisch unterrichtete in einem Planspiel gefestigt. Anschließend daran hatten wir wieder eine theoretische Einheit zu Gefahren der Einsatzstelle, hier speziell Atemgifte. Der Nachmittag wurde, wie jede Woche Dienstag, mit Dienstsport- Land gefüllt. Mittwoch begannen wir mit einem weiteren gewichtigen Thema unserer Ausbildung, nämlich der Chemie. Dazu fuhren wir in die Dr. von Morgenstern Schulen in Braunschweig. Dort besetzten wir einen Schulraum und ein Versuchslabor. Der Vormittag bestand aus Unterricht in Theorie und Praxis. Im fachpraktischen Teil im Labor untersuchten wir unter Aufsicht die Flammenfärbungen verschiedener Elemente und Verbindungen, pH- Wert- Untersuchungen und das Verhalten von Metallen gegenüber Säuren bzw. Basen. Am Nachmittag fuhren wir auf dem Gelände der HW Einsatzübungen zu ABC- Lagen, um das theoretisch erlernte in der Praxis anwenden zu können. Auch am Donnerstag fuhren wir früh wieder zum Chemieunterricht in die Dr. von Morgenstern Schulen. Auch hier mischte sich wieder Theorie und Praxis. Im fachpraktischen Teil führten wir wieder einige Versuche im Labor durch, z. Bsp.: Identifizierung chem. Substanzen am Geruch, Untersuchung der Reaktionswärme, Verhalten von Wasser/ Öl- Gemischen ( Emulsionen). Für uns alle waren das zwei sehr interessante Tage in der Schule mit sehr viel Stoff, der uns in kurzer Zeit vermittelt wurde. Jedoch kann man sagen, dass der Stoff jederzeit auf die Feuerwehr zugeschnitten war und nicht einfach „nur“ Chemie unterrichtet wurde. Am Nachmittag sollte eigentlich wieder praktischer Unterricht folgen, aber es kam ein Großeinsatz der Braunschweiger Feuerwehr dazwischen, der inmitten der Innenstadt geschah. So stellten wir eine Wachbereitschaft auf, die zum Einsatz gekommen wäre, hätte der Einsatz noch mehr Personal erfordert. Den Unterricht, den wir Donnerstag „versäumten“, holten wir am Freitag vor bzw. nach unserem Schwimmunterricht im Raffteichbad in Braunschweig nach. Der Unterricht bezog sich auf den Drehleitereinsatz. Wir sollten die schnellen Handgriffe beim In-Stellung- Bringen der Drehleiter erlernen, dies auch wieder in Vorbereitung auf das Löwenfeuer. Danach fuhren wir im Rahmen des Unterrichts Gefahren der Einsatzstelle zur Brandstelle des Vortages in der Braunschweiger Innenstadt. Wir sahen, dass sich die Brandstelle in Grenzen hielt, jedoch auf Grund der enorm verwinkelten Bauweise der Innenstadt die Gefahr der Ausbreitung und der Angstreaktionen der Bürger der Stadt, die dem Ereignis folgten, bestand und nicht zu unterschätzen war. Nur durch den großen Personalaufwand war diese Gefahr zu bändigen. Wieder auf der HW, schrieben wir noch eine LZK zum Thema Löschlehre und durften danach ins Wochenende starten. (sn)

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17. Woche (23.07.-29.07.2007)
Unser Montag begann mit einer Diskussionsrunde bei unserem Notfallseelsorger der Feuerwehr Braunschweig. Unser Gesprächsthema befasste sich mit den belastenden Ereignissen für Einsatzkräfte wie z.B. Tod / Suizid eines Kollegen, Tod von Kindern, Todesängste vor evtl. eigener Gefährdung und schwerste Verletzungen eines Kollegen. Nach dem Mittag fuhren wir anschließend einige Einsatzübungen im Bereich der "ABC- Unfälle von Fahrzeugen". Das Hauptaugenmerk dieser Übungen bestand darin, das gelernte theoretische Wissen in die Praxis umzusetzen und ausschließlich das richtige Abarbeiten der GAMS Regel. Am Dienstag wurde uns gezeigt, wie man sich mit Hilfe der Feuerwehrleine und unserem Feuerwehrsicherheitsgurt selbst aus bedrohlichen Lagen rettet ( Selbstrettung ). Als Übungsobjekt stand uns der 30 Meter hohe Schlauchturm zur Verfügung, wo sich jeder von uns, einmal ohne Last und einmal mit Last auf dem Rücken, abseilen musste. Nach dieser Übung stand das Thema "Befragung an Geräten" auf dem Ausbildungsplan, sprich das kalte Buffet. Nachdem jeder einmal befragt wurde, ging es wie jeden Dienstag zum Dienstsport Land in die Sporthalle der BEPO. Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der technischen Hilfeleistung, beginnend mit dem theoretischen Teil im Lehrsaal der Hauptwache. Dort wurde uns gelehrt, wie man z.B. eine Erkundung der Einsatzstelle vornimmt, wie der Einsatzverlauf an der Einsatzstelle vonstatten gehen sollte, die Organisation der Einsatzstelle und -ganz wichtig- die Aufgabenverteilung der einzelnen eingesetzten Trupps. Nach dem theoretischen Teil ging es dann auf dem Hof der Hauptwache weiter mit dem Praktischen. Dort übten wir das taktisch richtige Vorgehen der jeweiligen Trupps bei einem Einsatz mit dem Stichwort „Technische Hilfeleistung“. Uns wurde beigebracht, wo und wie man am besten eine Geräteablage, Verletztenablage und ggf. eine Schrottablage aufbaut. Zum Ende des Tages fuhren wir speziell für das bevorstehende Löwenfeuer einige Einsatzübungen, und zwar mit folgenden Feuerwehrfahrzeugen: LF16/12; LF16-TS; RW1, mit denen wir auch dort hin abrücken. Der Donnerstag wurde für die Vorbereitung des Löwenfeuers genutzt. Wir verlasteten alle benötigten Teile, wie z.B. Dummys, Tische und Bänke, Reserveflaschen (PA`s), Brandwannen uvm. in den dafür bereitstehenden Fahrzeugen. Außerdem gingen wir alle unsere Fahrzeuge noch mal nach dem Beladeplan durch und überprüften, ob genügend Betriebsstoffe vorhanden waren. Am Freitagmorgen ging es dann auch los in Richtung Munster zum Löwenfeuer 2007. (tr)

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"Löwenfeuer 2007" vom 27.07.-29.07.2007
Das Löwenfeuer 2007 stellte die praktische Prüfung unseres Vorbereitungsdienstes dar. Zwar war der Termin dieser Prüfung früh in der Ausbildung gesetzt, jedoch gingen wir bestens vorbereitet in dieses Prüfungs- / Übungswochenende.
Das Löwenfeuer fand in diesem Jahr seine 3. Auflage. Durchgeführt wurde es, wie in den Jahren zuvor auch, auf dem Truppenübungsplatz in Munster. Ziel dieser Großübungseinheit sollte es sein, dass Ausbildungseinheiten der BF, unter anderem wir, und zukünftige Kollegen des gehobenen Dienstes, die später die Funktion eines Zugführers wahrnehmen, ihre praktische Prüfung ablegen , sowie Erfahrungen im Abarbeiten von Einsatzgeschehen erlangen. Auch die Fachzüge der Freiwilligen Feuerwehr, die mit nach Munster kamen, sollten Erfahrungen sammeln.
Bereits am Donnerstag startete eine Vorauseinheit nach Munster, um dort die letzten Vorbereitungen zu treffen. Wir trafen uns am Freitag früh wie sonst auch um 7:30 Uhr auf der HW. Dort beluden wir die Fahrzeuge mit unserem Gepäck und unserer persönlichen Schutzausrüstung. Um 8 Uhr setzte sich der Zug bestehend aus unserem VD und dem VD 06 B mit folgenden Fahrzeugen in Richtung des Harz- und Heidegeländes in Marsch, wo sich der große Sammelplatz befand: LF 24, LF 16/ 12, 2-mal LF 16- TS, RW 1, DLK 23/ 12 n.B, einem KTW und diversen MTF, sowie 2 ELW. Auf dem Harz- und Heidegelände angekommen, nahmen wir gleich unsere Zugformationen ein. Es wurde ein Zug aus dem VD 07, dem VD 06 B, sowie den Fachzügen 82 und 85 der FF Braunschweig gebildet. Auch war wieder der Fachzug 89 dabei, der für die Logistik, also die Einsatzverpflegung, zuständig war. Nach einer kurzen Ansprache des stellv. Amtsleiters der BF und dem Bereitschaftsführer der FF, setzten wir uns um 9 Uhr in Marsch Richtung Munster. Unser erstes Ziel war das Truppenlager Trauen, welches wir ca. 2 ½ Stunden später erreichten. Dort angekommen, wurden wir in unsere Unterkünfte eingewiesen. Da einige von uns vor der BF auch bei der Bundeswehr waren, war ihnen die Umgebung bestens vertraut. Das half dem einen oder anderen beim „vorschriftsmäßigen“ Einrichten der Schlafunterkunft. Danach gab es die erste Mahlzeit des Löwenfeuers. Pünktlich um 13 Uhr begann dann der Übungsbetrieb auf dem Bereitstellungsraum. Dort stand der ELW 2, der für das Wochenende die FEL darstellte. Er alarmierte uns auch kurze Zeit darauf zu unserem ersten Zugalarm. Einsatzstichwort war: „verschüttete Person“. Wir fuhren dann mit Sondersignal zu einer Sandgrube, wo unser Zugführer eine verwirrte Person antraf, die panisch im Sand an einem Abhang nach der vermutlich verschütteten Person grub. Nachdem die ersten Informationen an unsere Gruppenführer weiter gegeben wurden und wir beim Antreten am Fahrzeug unsere Einsatzbefehle bekamen, begann die geordnete aber zügige Suche nach der vermissten Person. Es dauerte nicht lange, da wurde die Person in Form eines Dummys unter dem Sand gefunden und gerettet. Nach einer kurzen Einsatznachbesprechung, die nach jedem Einsatz gleich an Ort und Stelle geführt wurde, rückten wir wieder zum Bereitstellungsraum ab. Wir kamen aber nicht weit, als wir gleich auf die nächste Situation zukamen. Die Lage stellte sich so dar, dass ein Verkehrsunfall simuliert wurde, an dem ein LKW und ein PKW beteiligt waren, Der LKW war in Brand geraten und eine Person lag gefährlich nah an der Unfallstelle. Wir rüsteten uns sofort mit Atemschutz aus und gingen zur Brandbekämpfung vor, nachdem ein Trupp bereits die Person aus dem Gefahrenbereich rettete und diese betreute. Danach kehrten wir dann zum Bereitstellungsraum zurück. An diesem Tag warteten noch einige andere Szenarien auf uns, die uns einiges abverlangten, aber auch riesigen Spaß bereiteten. Auch wurden wir an diesem Tag zu Lagen alarmiert, zu denen wir als eigenständige Einheit fuhren, so genannte Gruppenlagen. Diese waren dann in Eigenregie abzuarbeiten. Eine Gruppe fuhr mit dem ELW und dem LF 16/ 12, die andere mit einem LF 16-TS und dem RW 1. Am Freitag war der Übungsbetrieb für uns gegen 19 Uhr beendet und wir rückten alle ordentlich durchgeschwitzt wieder in das Truppenlager ein. Dann stand das Einsatzbereitschaft- Herstellen der Fahrzeuge, anschließend das Abendessen und endlich duschen auf dem Plan. Der restliche Abend wurde in großer gemütlicher Runde mit allen Beteiligten des Löwenfeuers verbracht, wo man auch die Gelegenheit hatte, den einen oder anderen Kollegen oder Kameraden durch ein Gespräch näher kennen zu lernen.
Am Samstag war früh um 7:30 Uhr wecken und es ging anschließend zum gemeinsamen Frühstück. Danach wurde wieder zum Bereitstellungsraum abgerückt. Dort angekommen, ließ der erste Alarm auch wieder nicht lange auf sich warten. An diesem Tag arbeiteten wir erneut bis Mittag in Zugformation und ab Nachmittag wurden wir abermals auch zu Gruppeneinsätzen alarmiert. An diesem Tag waren mit Sicherheit 2 Einsätze besonders nennenswert. Zu einem Gebäudebrand wurden wir in Zugformation alarmiert. An einem Gebäudekomplex angekommen, erkundeten zunächst der Zugführer und unsere Gruppenführer die Lage, ehe wir die Information und den Einsatzbefehl bekamen, dass sich noch 2 Personen in dem Gebäude aufhalten, die vermisst wurden. So wurden mehrere Trupps unter PA zur Personensuche und Brandbekämpfung in das Gebäude vor geschickt. Das alles geschah unter den Augen mehrerer Lagebeobachter, die uns als Zug beurteilten. Schließlich war dieses Wochenende wie erwähnt unsere praktische Prüfung. Die andere Lage war ein Gefahrgutunfall, der sich an einem Bahnhof ereignete. Dort war ein LKW mit Gefahrgut mit einem Zug kollidiert. Der Zug hatte neben Güterwaggons auch Personenwaggons angekuppelt, sodass wir es mit einer großen Anzahl von verletzen und verwirrten bzw. geschockten Personen zu tun hatten. Bei diesem Szenario gingen mehrere Trupps unter Atemschutz zur näheren Lageerkundung vor und hatten ebenso den Auftrag, Personen aus dem Gefahrenbereich zu retten und der Desinfektion zu zuführen. Auch mussten wir einige Personen, die durch das Geschehen betroffen waren, regelrecht einfangen! Am Ende dieses Übungstages, stand wieder das Einrücken zum Truppenlager und das Essen fassen. Jedoch erwarteten wir bereits den nächsten und letzen Tag, an dem die Abschlussübung laufen sollte. Aber erstmal saßen wir alle erneut gemütlich beisammen und genossen den leider recht kalten aber amüsanten Abend mit den Kollegen und Kameraden. Am Sonntag, dem schon letzten Tag des Löwenfeuers, begannen wir früh erstmal wieder mit dem Frühstück. Danach fuhren wir direkt und mit allen Zügen zusammen zur Abschlussübung. Angekommen an einem Gelände, auf dem viele Häuser und Häuseratrappen standen, erfuhren wir, dass es keine Abschlussübung gab, sondern einen Parcours, der von jeder Gruppe durchlaufen werde musste. Dort war ein Signalband gespannt, an dem entlang der Parcours verlief. Unsere Aufgabe war es, die Strecke mit Hilfe von 4 Steckleiterteilen und 4 Leinen zu bewältigen und dabei 3 Eimer, 2 davon gefüllt, mitzuführen und dabei so wenig Wasser wie möglich zu verlieren, dennoch aber schnell zu sein. An dieser Stelle die Information: eine Gruppe des VD 07 hat einen Platz belegt, der ziemlich weit vorne zu finden ist!
Als alle Züge wieder zum Truppenlager eingerückt waren hieß es, die Stuben zu säubern, das Gepäck zu verlasten und ein letztes Mal dort Mittag zu essen. Danach gab es die Siegerehrung des Hindernislaufes und eine Abschlußansprache. Darauf folgend, verließ die Feuerwehr Braunschweig den Truppenübungsplatz wieder in Richtung Braunschweig.
Abschließend ist zu sagen, dass das Wochenende für uns alle ein sehr interessantes war und wir neben Schweiß und Erschöpfung auch eine große Menge Spaß hatten. Ein großer Dank geht auch an die Organisation und an die „89er“ für die tolle Verpflegung! (… und bestanden haben wir die Prüfung auch alle!) (sn)


18. Woche (30.07.-05.08.2007)
Den kompletten Montag nach unserem Löwenfeuerwochenende waren wir mit dem Aufräumen und der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft unserer Feuerwehrfahrzeuge beschäftigt. Der Dienstagmorgen begann wieder in unserem Lehrsaal auf der HW mit dem Thema der tragbaren Stromerzeugung. Nach diesem interessanten Thema ging es danach mit Physik weiter, wo wir über den Einsatz loser Rollen sprachen. Danach ging es wieder in die Praxis über, diesmal stand im Vordergrund die Befragung am Gerät; sprich kaltes Buffet. Auch der Dienstsport Land auf dem Sportplatz der Ottenroder Straße wurde wieder durchgeführt. Am Mittwochfrüh starteten wir mit dem Thema Gefahren der Einsatzstelle in unserem Lehrsaal. Nach dem Mittag ging es dann auf den Hof der HW, wo wir mit Hilfe des Plasmaschneidgerätes und des Brennschneidegerätes mehrere Eisen- /Blechteile in unterschiedlichen Stärken zerschnitten. Bevor wir alle einmal mit den beiden unterschiedlichen Geräten arbeiten durften, unterzogen wir uns einer theoretischen Unterweisung eines erfahrenen Kollegen aus einer der Wachabteilungen. Während einige Kollegen damit beschäftigt waren Eisen zu schneiden, stand für den Rest der Kollegen das kalte Buffet am Feuerwehrfahrzeug auf dem Plan. Am Donnerstag unternahmen wir einen theoretischen Ausflug im Bereich der Baukunde, der ca. einen halben Tag in Anspruch nahm. Nach dem Ausflug bekamen wir eine Einweisung auf den Abrollbehälter "Umwelt" (AB-U). Wir schauten uns alle Geräte, laut Beladeliste, die auf diesem Behälter verlastet sind, an und testeten natürlich auch alle Geräte aus, wie z.B. Leckdichtkissen, Leckdichtbandagen, Warnschilder usw. Freitagfrüh stand die erste Gruppe pünktlich 7.30 Uhr am Beckenrand des Freibades, wo wir alle unserem Dienstsport Wasser nachgingen. Nachdem beide Gruppen sich nach dem Diensport Wasser wieder auf der Hauptwache eingefunden hatten, schrieben wir zum Abschluss des Tages eine kleine LZK im Bereich der Chemie. Danach führten wir unseren Reinigungsdienst, den wir wöchentlich haben, durch und konnten anschließend ins Wochenende starten. (tr)

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19. Woche (06.08.-12.08.2007)
Der Montag dieser Ausbildungswoche startete früh gleich mit einem großen Block zum Thema Vorbeugender Brandschutz, genauer der organisatorische Brandschutz. Darin erfuhren wir, dass sich der VB in 3 Arten unterscheidet- darunter der OB-und dass es Brandschutzordnungen gibt. Ziel des OB soll es sein, die schnelle und wirksame Personenrettung zu ermöglichen, eine rasche und qualifizierte Brandbekämpfung durchzuführen, Brandgefahren zu beseitigen, sowie die schnelle Orientierung am Einsatzort mit Hilfe von z.B. Übersichtsplänen der entsprechenden Örtlichkeit. Darauf folgend erhielten wir erste Informationen, wie eine Brandsicherheitswache, kurz BraSiWa, durchgeführt wird und auf was besonders zu achten ist. Dafür wird es im weiteren Verlauf unseres VD´s noch einen extra Lehrgang geben. Danach fuhren wir zur Südwache, um einen Unterricht über Brandmeldeanlagen (BMA) zu erhalten. Nachdem wir den Theorieteil abgearbeitet hatten, machten wir gleich eine Anschauung am Objekt, indem wir die BMA der SW auf ihre Funktion prüften. Es wurde einen Auslösung der BMA simuliert. Wir durchliefen dann mit unserem Ausbilder die Schritte, die der Einsatzleiter vor Ort zur Lageerkundung zu erledigen hat, um der Auslösung der BMA auf den Grund zu gehen. Auch schauten wir uns die Brandmelderzentrale (BMZ) genau an und setzen die BMA nach Abschluss unseres „Einsatzes“ wieder zurück. Der Dienstag begann früh mit Unterricht in Deutsch. Dort schrieben wir ein Diktat und bearbeiteten verschiedene Arbeitsblätter, die sich auf Schreibweisen der neuen Deutschen Rechschreibung bezogen. Anschließend erhielten wir die weitere Einweisung in das Plasma- und Brennschneiden. Danach ging es mit Unterricht in Beamtenrecht weiter. Dort erfuhren wir die Unterschiede des öffentlichen Dienstes, wieso es Beamte gibt und was das Berufsbeamtentum von den Beschäftigten unterscheidet, sowie die wichtigen Voraussetzungen, die man mitbringen muss, um Beamter zu werden. Auch diesen Dienstag gingen wir wieder unserem Dienstsport- Land- nach. Mit Deutsch fing der Unterricht auch Mittwoch wieder an, wo wir die Themen des Vortages weiter bearbeiteten und verschiedene Arbeitsblätter besprachen. An diesem Tag erhielten wir auch verschiedene Themen, zu den jeder ein Referat halten sollte. Die Vorstellung der Ausarbeitung sollte dann in der kommenden Woche stattfinden. Darauf folgend hatten wir wieder Unterricht in Beamtenrecht, wo wir über die Grundsätze des Berufsbeamtentums sprachen. Auch sprachen wir über die verschiedenen Beamtenverhältnisse. Der restliche Tag wurde mit der Einweisung in die ABC- Schutzausrüstung gefüllt. Dort legten wir das erste Mal den Chemikalienschutzanzug (CSA) an. Auch führten wir einen kleinen „Wettkampf“ durch. Für das Anlegen des CSA hat man im Einsatzfall nur sehr wenig Zeit. Wir stellten mit Hilfe des Wettkampfes fest, dass man sich ordentlich zu beeilen hat, wenn es heißt, den CSA alarmmäßig anzulegen. Am Donnerstag stand das große Thema Ölwehr auf dem Plan. Am Morgen erhielten wir eine Unterweisung, wie die Ölsperre zu handhaben ist und auf was beim Zum- Einsatz- Bringen der Ölsperre zu achten ist. Auch schauten wir uns noch mal den AB- U an, um die Beladung des AB besser kennen zu lernen. Danach verlegten wir mit unseren Ausbildungsfahrzeugen an die Oker, um das Gehörte gleich in der Praxis anzuwenden. Dort verbrachten wir dann den restlichen Tag und probierten auch die Anwendung des Bindemittelweitwurfrohres aus. Der Freitag begann früh wieder mit dem Dienstsport- Wasser. Auch hier rückt die Abschlussübung für das Rettungsschwimmabzeichen immer näher. An diesem Tag hatten wir aber durch einen unserer Kollegen die Möglichkeit, auch mal auf Tauchgang zu gehen. Es war für viele eine ganz neue und interessante Erfahrung, dass man unter Wasser auch atmen kann- durch gewisse Hilfsmittel. Wieder auf der HW, erwartete uns eine Lernzielkontrolle in Physik. Nachdem wir diese LZK hinter uns gebracht hatten, führten wir noch den allwöchentlichen Reinigungsdienst durch und starteten dann ins Wochenende. (sn)

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20. Woche (13.08.-19.08.2007)
Unser Montag begann diesmal auf dem Hof der Hauptwache, wo wir den Beladeplan des AB-ASTRA (Abrollbehälter Atemschutz/Strahlenschutz)durchsprachen und uns alle Geräte genauer anschauten. Danach stiegen wir in die Grundlagen der Radioaktivität ein. Wir sprachen über den Aufbau vieler radioaktiver Stoffe und deren Eigenschaften, wie z.B. über Teilchenstrahlung, Gammastrahlung, Halbwertzeiten der jeweiligen Strahlungen. Daraufhin stand Gerätekunde mit dem Thema Gefahrstoffpumpen in der Berufsfeuerwehr auf dem Plan. Wir sprachen über mehrere Gefahrstoffpumpen wie z.B. die Säure- Umfüllpumpe, Hand- Membranpumpe und über die Elro- Pumpe, womit man verschiedene Gefahrstoffe umfüllen kann. Den Rest des Tages hatten wir mit Deutsch und unseren selbst ausgearbeiteten Referaten ausgefüllt. Unsere Themen, die jeder von uns ausarbeiten musste, bestanden aus dem pH-Wert, Motorkettensäge, Explosionsgrenzen, hydraulische Winden, Schaummittelberechnungen, Atmung, tragbare Stromerzeuger und Brennschneidgerät. Der Dienstag begann mit dem praktischen Teil der Gefahrstoffpumpen. Wir bauten alle Geräte auf, die wir am Montag theoretisch durchsprachen und uns wurde daraufhin gezeigt, wie man jedes einzelne Gerät richtig im Einsatz benutzt. Bevor wir dann zum Dienstsport Land fuhren, stand noch ein theoretischer Teil auf dem Dienstplan, und zwar zum Thema Brandschutzrecht. Am Mittwoch begann unser Tag, wie schon am Montag, mit den Grundlagen der Radioaktivität. Dort wurde uns erzählt, mit welchen Mitteln man sich vor den einzelnen Strahlungsarten schützt und welche Schutzmaßnahmen wir als Berufsfeuerwehrleute treffen müssen. Nach dem theoretischen Part, gingen wir über zum praktischen Teil. Wir durften mit verschiedenen Messgeräten, die für den Einsatz von radioaktiven Stoffen und chemischen Stoffen bestimmt sind, arbeiten. Natürlich wurden uns alle Geräte vorher ausführlich erklärt. Wir arbeiteten mit folgenden Geräten: dem Personendosimeter, mit dem Kontaminationsnachweisgerät, dem Dosiswarngerät, dem Dosisleistungswarngerät (zur Überwachung der Ortsdosisleistung), der Teleskopsonde, dem Dräger MultiWarn 2 (zur
kontinuierlichen Überwachung der Konzentration mehrerer Gase) und dem Dräger X-Am 1/2000 mit Kat Ex Sensor. Die Geräte zur Bestimmung von radioaktiven Stoffen durften wir praktisch an verschiedenen Strahlern (niedriger Konzentration) ausprobieren. Die Strahler wurden dann von unserem Ausbilder versteckt und wir konnten mit Hilfen der Geräte die Strahler lokalisieren. Anschließend ermittelten wir die Art der Strahlung. Am Donnerstag ging es morgens gleich mit unseren restlichen Referaten weiter. Die Themen die noch ausstanden waren: Mehrzweckzug, hydraulische Rettungsgeräte, Plasmaschneider, Blutkreislauf und die Gruppe im Löscheinsatz. Danach trafen wir uns alle auf dem Hof der HW und übten nochmals die Befragung am Gerät (kaltes Buffet) über verschiedene Geräte des Rüstwagens. Anschließend ging es dann wieder in die Theorie über, diesmal wurde uns etwas übers Beamtenrecht erzählt. Daraufhin hatten wir zum Schluss des Tages die letzten beiden Unterrichtseinheiten zur Grundlage der Radioaktivität, wo wir das wichtigste nochmals besprachen. Der Freitag begann wieder pünktlich 7.30 Uhr mit dem Dienstsport Wasser, im Raffteich Bad in Braunschweig. Nach dem kühlen Nass fanden wir uns alle im Lehrsaal der HW ein und es fand wieder eine Befragung am Gerät statt. So gegen 14.00 Uhr fuhren wir zum alten Krankenhaus der HEH, wo wir als Statisten für die bevorstehende Einsatzübung der Hauptwache und Südwache zur Verfügung standen. Wir wurden auf mehrere Patientenzimmer verteilt und die Kollegen sollten uns aus dem Krankenhaus, unter Pressluftatmer, evakuieren. Nachdem wir alle gerettet wurden, ging es dann für uns zurück zur Hauptwache, wo wir dann in den Feierabend gehen durften. (tr)

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21. Woche (20.08.-26.08.2007)
Mit Gerätekunde des AB- U und dem Abdichten von Behältnissen verschiedener Größe begann der Montag dieser Ausbildungswoche. Dafür nahmen wir auch gleich die Abdichtgeräte des AB- U vor, um den Umgang mit diesen zu vertiefen. Darauf folgte eine Unterweisung zur Absicherung von Einsatzstellen mit besonderem Augenmerk auf das Absichern auf der Autobahn. Danach hielten wir die restlichen Referate in Deutsch. Am Nachmittag dann, begannen wir mit Gewöhnungsübungen mit den Chemikalienschutzanzügen (CSA). Dafür mussten wir die komplette CSA- Ausrüstung anlegen, bekamen 2 B- Schläuche und mussten mit diesen über den gesamten Hof, den Schlauchturm einmal rauf und wieder runter und abschließend einen Flansch mit Werkzeug ab- bzw. anschrauben und ein Leckdichtkissen an einen Tankbehälter anbringen. Diese Aufgabe brachte uns alle ordentlich ins schwitzen, sodass wir das am nächsten Morgen gleich wiederholten. Schließlich sollen wir uns, wie auch schon beim AGT- Lehrgang, an die Bedingungen gewöhnen, unter denen man bei solchen Einsätzen zu arbeiten hat. Am Dienstag folgend erhielten wir weiteren Unterricht in Brandschutzrecht, wo wir uns wieder ausgiebig mit dem Thema Niedersächsisches Brandschutzgesetz auseinander setzten. Für viele ein sehr interessantes Thema war wohl der Unterricht, den wir danach erhielten: Besoldungsrecht. Dort erfuhren wir, wie sich die spätere Besoldung errechnet und wie sie sich zusammensetzt. Eigentlich sollte dann wieder der Dienstsport- Land folgen, doch der fiel dieses Mal leider aus. So beschäftigten wir uns mit der sehr bald kommenden GAL- Abschlussprüfung, die uns erwartet. Wir gingen verschiedene theoretische Themen noch einmal durch und wurden durch unsere Ausbilder befragt. Der Mittwoch Früh begann mit Unterricht zum Thema Qualitätsmanagement. Hier war es sehr interessant zu erfahren, wie sich das Leitbild unserer Feuerwehr von der ersten Idee bis hin zur Umsetzung und dem Aushang in den Feuerwachen und Gerätehäusern der Feuerwehr Braunschweig entwickelt hat. Auch gingen wir die Gedanken durch, die dem Bürger der Stadt Braunschweig zu „seiner“ Feuerwehr einfallen und was dieser von der Feuerwehr erwartet, aber auch, was ein jeder von uns an sich für Erwartungen hat. Dabei kamen viele interessante Dinge an die Tafel. Danach bekamen wir weiteren Unterricht zum Thema Baukunde. Den gesamten restlichen Nachmittag verbrachten wir mit Einsatzübungen in der Technischen Hilfeleistung. Hier kam es an diesem Tag speziell auf die patientengerechte Rettung an. Wir übten an 2 Fahrzeugen, bei denen wir das erste Mal das hydraulische Rettungsgerät zum Einsatz bringen durften. Auch diese Arbeit war wieder ordentlich Schweiß treibend, jedoch hat es allen wieder einiges an Erfahrung und neuem Wissen gebracht. Hier war auch wieder der Lerneffekt vom theoretischen Unterricht zum praktischen Durchführen der Technischen Hilfeleistung (TH) zu bemerken. Auch am Donnerstag machten wir mit der TH weiter. Wir hatten am Vortag auch noch „genug Auto“ zum Üben übrig gelassen. Danach hatten wir eine besondere „Ausbildung“. Wir fuhren alle geschlossen zum Impfen, damit wir für die zukünftigen Aufgaben und Arbeiten bei der Berufsfeuerwehr ausreichend geschützt sind. Der restliche Tag war mit Theorie gefüllt. Wir gingen das Thema Baukunde komplett und abschließend durch, sodass nun jeder von uns in der Lage ist zu beschreiben, was ein Brandschutzabschnitt, eine Feuerwiderstandsklasse ist und was es für verschiedene Bauweisen von Dächern gibt; etc. Diesen Unterricht konnten wir nicht ganz ordentlich zu Ende führen, da am späten Nachmittag in Braunschweig ein Unwetter durch zog und viele Wasserschäden mit sich brachte. Auch ein Blitzeinschlag war zu vermelden. Da ein Alarm dem anderen folgte und die HW darauf hin entblößt war, wurden wir zur Herstellung der Einsatzbereitschaft aufgefordert. Jedoch waren wir im weiteren Verlauf des Nachmittags nicht zu einem Einsatz gekommen, da sich die Lage langsam aber sicher wieder beruhigte. Der Höhepunkt dieser Woche war der Freitag. An diesem Tag hatten wir unsere Rettungsschwimmer- Abschlussprüfung im Raffteichbad in Braunschweig. Aber leider spielte auch diese Mal das Wetter wieder nicht mit und wir legten diese Prüfung im seichten Nieselregen, der im Wasser gar nicht mehr zu merken war, und bei kälteren Temperaturen ab. Diese Übung bestand aus 50m anschwimmen, 50m abschleppen einer Person, danach tauchen auf eine Tiefe von 3-5m, dabei heraufholen eines 5 kg- Ringes, der anschließend wieder fallen gelassen wurde und dem Befreien -2 mal- mittels Befreiungsgriff aus einer Umklammerung und anschließendem Anlandbringen der geretteten Person, die von unserem Schwimmausbilder dargestellt wurde. Danach war dieser in die stabile Seitenlage zu bringen. Diejenigen von uns, die das Rettungsschwimmabzeichen in Gold ablegten, hatten diesen Durchlauf in Kleidung zu absolvieren. Sofort darauf ging es weiter mit der HLW an einer Puppe, an der wir die HLW mind. 3 Minuten vorführen mussten. Nebenher hatten wir immer verschiedene Fragen zu beantworten, die sich mit Ertrinkungsarten, gefährlichen Strömungen, Ablauf und Reihenfolge der HLW, Gefahren bei stehenden Gewässern usw. beschäftigten. Als alle, die zur Prüfung angetreten waren, diese beendet hatten, gab es noch ein kleines „Schmankerl“ für die Ausbilder. Sie mussten ihr eigens von uns kreiertes Schwimmabzeichen ablegen, welches auch mit hochkarätigen Prüfungen gespickt war. Es waren 25 bzw. 50m so genanntes „Badewannen-Schwimmen“, welches bei uns einen hohen Beliebtheitswert erlangt hat, tauchen, Sprung vom 5m- Brett und entkleiden im Wasser zu absolvieren. Die Ausbilder schlugen sich gut und erhielten zum Schluss ihr persönliches Schwimmabzeichen des VD 07!
Wieder zurück auf der HW hatten wir noch Brandschutzrecht- Unterricht und schrieben dann noch die schriftliche Prüfung für das Rettungsschwimmabzeichen. Danach durften wir ins Wochenende starten. (sn)


22. Woche (27.08.-02.09.2007)
Diesmal begann unsere Woche mit dem Thema "Informationsmaterial beim ABC-Einsatz". Uns wurde gezeigt, wie und wo man sich im Einsatzfall schnelle und sachkundige Informationen über verschiedene Chemikalien einholen kann. Wie z.B. die Nachschlagewerke des Hommel (mit 9 Bänden), dem Nüssler (der auf jedem Fahrzeug der Berufsfeuerwehr zu finden ist), der Schieblehre von der Firma Ziegler und der in der Leitstelle vorhandenen Datenbank von Memplex und Ericards. Auch über TUIS kann man sich schnelle Informationen über verschiedene chemische Stoffe einholen. Auch die eigene Wahrnehmung spielt bei solchen Einsätzen eine erhebliche Informationsquelle, dann z.B. die Sofortinfo mit Hilfe der vorhandenen Gefahrenzettel und Gefahrentafeln, die jeder Gefahrguttransport mitführen muss. Nach diesem Thema ging es dann weiter mit dem Niedersächsischen Brandschutzgesetz (NBrandSchG), wo wir uns über den § 3 (Aufgaben der Landkreise), dem § 2 (Aufgaben der Gemeinden) und dem § 4 (Aufgaben der Berufsfeuerwehr) unterhielten. Danach fuhren wir zum THW -Gelände und fuhren noch zwei Einsatzübungen im Bereich des Brandeinsatzes.
Am Dienstagmorgen fuhren wir nach zum VW- Werk nach Wolfsburg, um dort mal zu sehen, wie stabil neue Fahrzeuge heut zu Tage eigentlich sind. Dort wurden uns mehrere Autos für die technische Hilfeleistung zur Verfügung gestellt. Uns wurde gezeigt, dass auch wir mit unseren Hydraulischen Rettungsgeräten an die Grenzen kommen können. Der Mittwoch begann mit einem theoretischen Teil in dem Lehrsaal der Hauptwache. Wir behandelten das Thema "Rechtsgrundlagen des ABC - Einsatzes" und Kennzeichnungen verschiedener Gefahrgüter. Danach fuhren wir auf dem Hof der Hauptwache mehrere verschiedene Einsatzübungen im Bereich der technischen Hilfeleistung. Am Donnerstag ging es dann weiter mit den Rechtsgrundlagen im ABC - Einsatz und den Kennzeichnungen im Bereich des Gefahrguttransportes. Auch am Donnerstag fuhren wir im Bereich der technischen Hilfeleistung einige Einsatzübungen. Den ganzen Freitag nutzten wir für die Vorbereitung für den am Sonntag stattfindenden Tag der offenen Tür. Am Sonntag war es dann soweit, es war Tag der offenen Tür bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Braunschweig. Auch wir nahmen an dem umfangreichen Programm teil, wir fuhren insgesamt 4 Einsatzübungen in dem Bereich der technischen Hilfeleistung mit patientengerechter Rettung und im Bereich des Brandeinsatzes mit einer vermissten Person. Für uns war dieser Tag ein voller Erfolg und uns hat dieser Tag sehr viel Spaß bereitet. Weitere Informationsmaterialien und Bilder zum Tag der offenen Tür findet man auf der Internetseite der Berufsfeuerwehr Braunschweig. (tr)

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23. Woche (03.09.-09.09.2007)
Prüfungswoche des VD 2007
In dieser Woche stand bereits unsere Abschlussprüfung des Grundausbildungslehrgangs (GAL) auf dem Programm. Am Wochenanfang waren wir alle erstmal ordentlich erstaunt darüber, wie unheimlich schnell diese 5 Monate vergangen sind!
Der Montag dieser Woche begann erstmal mit Aufräumarbeiten vom vergangenen Tag der offenen Tür. Das beschäftigte uns den gesamten Vormittag, ehe wir am Nachmittag Unterricht (den letzen Unterricht, der zum GAL gehört) zum Thema stationäre Löschanlagen hatten. Am Dienstagmorgen fuhren wir dann zum VW Werk in Braunschweig, wurden dort von einem Kollegen der Werkfeuerwehr in Empfang genommen und von ihm durch das Werkgelände geführt. Wir sahen uns die verschiedenen stationären Löschanlagen an, die es in vielen Ausführungen im Werk Braunschweig gibt, u.a. Sprinkleranlagen, Schaumlöschanlagen, CO-2- Löschanlagen, Berieselungsanlagen etc. Am Nachmittag bereiteten wir uns noch auf die kommende Prüfung vor, die schon für ordentliche Nervosität sorgte. Dann kam der Mittwoch, an dem wir die theoretische Prüfung schrieben. Dazu fuhren wir zum THW, da der Lehrsaal belegt war. Wir setzten uns alle einzeln an die Tische und bekamen dann unsere Arbeit, für die wir 3 Stunden Zeit hatten. Als wir das hinter uns gebracht hatten, fuhren wir zurück zur HW und verbrachten den restlichen Tag mit der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung, die am Donnerstag stattfand. Am Morgen begrüßte uns die Prüfungskommission und erläuterte uns den Ablauf des Tages. Wir wurden dann immer einzeln zum kalten Buffet gerufen, wo wir verschieden viele Gerätschaften in die Hand oder gezeigt bekamen, zu denen wir uns dann erklären mussten. Als Fahrzeuge standen den Prüfern eines der neuen HLF 20/16, die DLK 23/12 n.B., der RW und ein TLF 8/18 zur Verfügung. Diese Befragung zog sich über den ganzen Tag hin, sodass sich bei einigen die Anspannung bis zum Schluss hielt und die folgende Erleichterung deutlich zu merken war. Am Ende des Tages, als sich die Prüfer zur Beratung zurückzogen, stellten wir die Fahrzeuge wieder zurück und gingen in den Feierabend. Der Freitag diente der Ergebnisbekanntgabe. Erstmal frühstückten wir am Morgen alle gemeinsam. Danach wurden wir in alphabetischer Reihenfolge zu unseren Ausbildern gerufen, um das Ergebnis der Prüfung, sowie die Benotung des Befähigungsberichtes zu erfahren. Auch das dauerte eine Weile. Gegen Mittag stand fest: alle haben die Prüfung, also den GAL bestanden! Das musste gefeiert werden! Aber erstmal wurden wir von unseren Ausbildern in das Wachgebäude geführt, wo wir das Alarm- Stangenrutschen beigebracht bekamen. Für jeden von uns ein Highlight. Dann war es an den Ausbildern, auch ihre „Prüfung“ zu bestehen. Wir hatten für sie einen Parcours vorbereitet, der sie über den Hof und durch die Katakomben der Hauptwache führte. Am Ende des Parcours stand dann auch eine kleine und nasse Überraschung für sie bereit. Ergebnis: auch sie haben den Hindernislauf erfolgreich gemeistert.
Am Abend dann trafen wir uns alle auf dem Gelände des THW, um dort unsere Abschlussfeier zu begehen. Diese endete für manche erst relativ spät, oder auch früh und war sehr feucht- fröhlich!
Zum Ende der Grundausbildung ist zu sagen, dass die Zeit so schnell vergangen ist. Jeder von uns kann sich noch gut an die Vereidigung erinnern und jetzt ist die Grundausbildung schon vorüber. Aber die Ausbildung geht nahtlos weiter. In den kommenden Wochen werden wir einen ABC- und einen TH- Aufbaulehrgang, sowie Lehrgänge zu den Themen Schlüsseldienst und BraSiWa absolvieren, ehe es in die Wachabteilungen geht. Einige starten dann auch gleich in ihre Führerscheintheorie, während der andere Teil bereits in den Alarmdienst geht. (sn)


24.+25. Woche (10.09-23.09.2007)
Aufbaulehrgang ABC
Dieser Montag begann mit dem zweiwöchigen ABC- Aufbau- Lehrgang. Grundlagen des ABC- Einsatzes hatten wir zuvor bereits vermittelt bekommen, in diesen 2 Wochen stiegen wir aber vertieft in das Thema ein. In der ersten Woche wiederholten wir einige Themen aus dem Grundlehrgang. Danach stiegen wir in folgende theoretische Themen ein: biologische Gefahrstoffe, chemische Gefahrstoffe, Messgeräte für den C- Einsatz und A- Einsatz, Informationsmöglichkeiten im ABC- Einsatz und den theoretischen Aufbau des Notdekontaminationsplatzes der BF Braunschweig, welcher auf dem AB- AStra verlastet ist. Auch das Praktische kam diese Woche nicht zu kurz. Wir fuhren mehrere Einsatzübungen, die wir unter Vollschutz (Atemschutz und CSA) absolvierten. Wir bauten unter anderem den Denkontaminationsplatz auf und übten das detaillierte Dekontaminieren von verletzen Personen und Einsatzkräften im C- und A- Einsatz. Die richtige Vorgehensweise beim Freimessen mit Messgeräten für den A- Einsatz (sprich Kontaminationsnachweisgerät), war auch ein wichtiger Bestandteil der praktischen Übungen. Was auch für alle interessant war, waren die Besichtigungen verschiedener Einrichtungen in BS, z.B. das Helmholtz- Zentrum (Bio- Gefahren) und das Tanklager in BS-Thune (Lager für Kraftstoffe). Den ABC- Zug der Freiwilligen Feuerwehr BS besuchten wir ebenfalls. Dort erfuhren wir, in welchen Fällen und mit welchen Mitteln dieser Zug zum Einsatz kommt. Dort bauten wir eine Dekontamination auf, die für Einsätze größeren Umfangs bestimmt ist.
Die zweite Woche begann mit viel Praxis. Wir fuhren wieder mehrere Einsatzübungen, bei denen diesmal der Schwerpunkt auf den kompletten Aufbau eines Gefahrstoffeinsatzes lag. Auch in dieser Woche kamen wieder verschiedene theoretische Themen dran. So zum Beispiel gab es eine Gruppenarbeit, bei der wir einen Vortrag zu den verschiedenen Maßnahmengruppen der Gefahrnummern auf Warntafeln halten sollten. Was die Maßnahmen des Rettungsdienstes im Falle eines ABC- Einsatzes sind, erfuhren wir ebenfalls von dem ärztlichen Leiter Rettungsdienst der BF BS. Die Firmen Boie in BS- Wenden (Flüssiggasvertrieb) und Amersham/ Buchler in BS- Thune (Herstellung und Vertrieb von Radiopharmazeutika etc), besuchten wir in dieser Woche ebenfalls. Die Prüfungen für diesen Lehrgang fanden am Donnerstag und Freitag statt. Wir hatten einen schriftlichen Test, sowie einen praktischen im Rahmen einer Einsatzübung unter Beobachtung der Prüfungskommission und die mündliche Befragung am Gerät. Dort standen unter anderem der AB- U und der AB- AStra zur Verfügung. (tr & sn)


Die praktische Prüfung als Einsatzübung



26. Woche (24.09.-26.09.2007)
Aufbaulehrgang - Technische Hilfeleistung
Nach unserer ABC Woche starteten wir am Montag mit dem Aufbaulehrgang im Bereich technische Hilfeleistung. Wir begannen früh mit einem kurzen theoretischen Teil der patientengerechten Rettung aus einem PKW, danach gingen wir gleich in den praktischen Teil über. Wir übten das patientengerechte Retten aus mehreren Pkws auf dem Hof der Südwache. Am Dienstag lernten wir verschiedene theoretische Themen kennen wie z.B. einen kleinen Einblick über alternative Fahrzeugantriebe und deren Sicherheitshinweise beim Brandverhalten, über Flugzeugunfälle und Flugzeugbrände, über Sicherheitssysteme im PKW- Bereich und über Hochbau- und Tiefbauunfälle und deren Verbaumöglichkeiten. Danach fuhren wir zum THW- Gelände und übten das Verbauen einer einsturzgefährdeten Giebelwand und einer einstürzenden Wohnhausdecke. An den folgenden Tagen fuhren wir mehrere Einsatzübungen in folgenden Bereichen: das Bewegen und Heben von Lasten, Trennen von Werkstoffen mit Hilfe des Plasmaschneider und dem Brennschneidgerät, die Vorgehensweisen bei LKW Unfällen wie z.B. die Fahrzeugsicherung und das Anheben von Straßenbahnen. Wir fuhren am Donnerstag zum Straßenbahndepot in Braunschweig und übten dort die richtige Vorgehensweise bei Straßenbahnunfällen. Uns wurde dort gezeigt, wie man eine Straßenbahn richtig erdet, wie man sie sichert und wie man sie mit Hilfe des Rüstzuges (RW, AB-Rüst) anheben und in die Schienen zurücksetzen kann. Auch am Donnerstag gingen wir den Beladeplan des RW der Berufsfeuerwehr Braunschweig durch und übten selbständig für die mündliche Prüfung. Am Freitag war es dann wieder so weit: die Prüfungen standen auf dem Programm. Wir hatten einen schriftlichen und einen mündlichen Test, den wir unter Beobachtung der Prüfungskommission am Fahrzeug, unter anderem am RW und am AB-Rüst, ableisteten. (tr)


Bilder Einsatzübung



27. Woche (01.10.-07.10.2007)
Lehrgang Schlüsseldienst und BraSiWa
Für diesen Lehrgang starteten wir Montag früh erstmal mit Theorie. Hier waren die Themen die verschiedenen Arten von Schlössern und Schließsystemen hauptsächlich. Wir erhielten auch einen Überblick über die Inhalte der Speerzeugmaterialien, welche auf den Fahrzeugen der BF BS verlastet sind. Wir erfuhren auch, bevor es zur Praxis überging, wie und mit welchen Werkzeugen wir zum Beispiel bei einer Türöffnung zu arbeiten haben. Dabei sind einige Grundregeln, die unbedingt zu beachten sind, wie zum Beispiel die vorherige Kontrolle der Fenster der Wohnung, um ein eventuelles Zerstören des Schließsystems der Tür zu umgehen, einzuhalten. Als wir das abgehandelt hatten, ging es in die Praxis. Wir teilten uns in Gruppen auf und übten an verschiedenen Modellen das Öffnen einer Tür mit dem Sperrzeug. Eine andere Station beinhaltete das Entfernen des Schließzylinders auf unterschiedliche Art und Weise. An einer weiteren Station war das Öffnen eines abgekippten Fensters zu üben und zu verinnerlichen. Jeder von uns konnte somit für sich die Handgriffe festigen, die im späteren „Einsatzleben“ in kürzester Zeit gefordert sein werden. Am Dienstag fuhren wir früh nach einer kurzen Wiederholung der Themen des Vortages zur Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle auf dem Gelände der BePo Braunschweig. Dort wurden wir von einem Kollegen der Polizei empfangen und schauten uns unter seiner Anleitung die verschiedenen Exponate an, die dort zu besichtigen sind. Dies waren unter anderem Türen und Fenster, die einen hohen Einbruchschutz bieten und an denen selbst wir keine Chance hätten, sie zu überwinden. Auch bekamen wir Schließsysteme gezeigt, die höchst widerstandfähig gegen Einbruchversuch sind. Im Gespräch mit dem Kollegen der Polizei erfuhren wir, dass diese Beratungsstelle von Jedermann genutzt werden kann, um sich zum Beispiel vor Einbau von Fenstern oder Türen, die Sicherheit bieten sollen, beraten zu lassen, welche am geeignetsten wären. Danach fuhren wir zurück zur HW und hatten Unterricht zu Aufzügen und Aufzugsystemen. Dort erfuhren wir auch, welche technischen Einrichtungen solch Aufzüge haben und wie diese im Einsatzfall wieder in Gang bzw. auszuschalten sind. Nach diesem Theoriepart fuhren wir dann mit unserem Dozenten zum „City- Point“ in Braunschweig, welches ein Einkaufszentrum ist, und schauten uns dort die Aufzugsysteme an. Es gibt dort einen Aufzug, dessen Verkleidung aus Glas ist und deshalb die Technik gut zu sehen ist. Im Weiteren Verlauf schauten wir uns den Antriebsmotor an und dann durfte noch jeder einen „stecken“ gebliebenen Aufzug öffnen. Der Mittwoch war Feiertag und auch für uns ein freier Tag. Am Donnerstag zogen wir unsere Ausgehuniform an und fuhren zum Staatstheater der Stadt Braunschweig. Dort wurden wir vom technischen Leiter durch das große und kleine Haus des Theaters geführt und uns wurden die Aufgaben während eines Brandsicherheitswachdienstes erläutert. Auch bekamen wir die Löschanlagen und Wasservorratsbehälter zu sehen. Am Freitag bereits begann unser Urlaub, sodass diese Woche eine kurze aber wieder sehr interessante war. (sn)

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Seite aktualisiert am:16.07.2008