Sie befinden sich auf folgender Seite : Über uns / Aufgaben / Flughafen / 

Flughafen-Brandschutz

Der Flughafen Braunschweig wird von einer GmbH betrieben, an der Städte und Landkreise der Region (u. a. die Stadt Braunschweig) das Land Niedersachsen, die Volkswagen AG sowie ab Sept.2005 die Stadt Wolfsburg beteiligt sind.

Dann erfolgt eine Namensänderung in „Flughafen Braunschweig - Wolfsburg GmbH).

Der Flughafen Braunschweig – Waggum ist seit 1937 in Betrieb. Der Standort wurde gewählt, weil der Untergrund hier gut geeignet erschien (fester, kiesiger Boden, in dem Regenwasser schnell versickert) und Nebelfelder der Okeraue nur selten das höher gelegene Flugfeld erreichen. Damals startete von hier u. a. die legendäre „JU 52“ zu Linienflügen nach Hannover, Berlin und Halle. Die Lufthansa betrieb hier eine eigene Flugschule.

Nach dem Krieg wurde der Betrieb erst wieder 1955 aufgenommen. Im gleichen Jahr begann auch die Arbeit des Luftfahrtbundesamt in Braunschweig, nachdem bereits zwei Jahre früher das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) angesiedelt wurde.

Seit Inbetriebnahme der asphaltierten Landebahn im Jahr 1967 nutze insbesondere die Volkswagen AG den Flugplatz als Basis für die konzerneigene Flotte.

Seit Mitte der 80er Jahre ist der Instrumentenflugbetrieb mit einem Landekurssender möglich. Dieser zeigt dem Piloten, ob der richtige Steuerkurs zur Landebahn eingehalten wird. Der Gleitwegsender wurde 2001 installiert.


Starts und Landungen erfolgen aus aerodynamischen Gründen möglichst gegen den Wind. Für Starts ist in westliche Richtung die gesamte Bahnlänge von 1620 m nutzbar. Aufgrund der vorherrschenden Westwinde wird überwiegend in diese Richtung gestartet. Für Abflüge nach Osten steht durch die unmittelbare neben dem Flughafen verlaufende Grasseler Straße und dem Wald lediglich 1380 m zur Verfügung.

Die internationale Luftfahrtorganisation Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterICAO (Internationale Civile Aviation Organisation ) , schreibt Sicherheitsstandards für Zivilflugplätze auf der ganzen Welt vor. In diesem Regelwerk wird unter anderem die Einrichtung einer Feuerwehr vorgeschrieben. Je nach Kategorie werden für die Feuerwehr die Mindestanzahl der Fahrzeuge, Vorrat an Löschmittel und die Ausstoßrate in Liter/Minute vorgegeben. In Abhängigkeit der Größe der Maschinen und dem Rumpfdurchmesser werden die Flugplätze in die Kategorien 1 (kleinste) bis 10 (größte) eingeteilt

Der Flughafen Braunschweig ist derzeit in die Kategorie 4 (Flugzeuge bis 23,99m Gesamtlänge) eingestuft. Kategorie 6 nur PPR (Prior Permission Required = wörtlich:vorherige genehmigung erforderlich), was soviel bedeutet, als das nach vorheriger Genehmigung und der damit everbundenen Aufstockung des FW-Personals um zwei weitere ADV-Ausgebildete Kollegen auch größere Maschinen landen bzw. starten dürfen!


Im Jahre 1998 ergriff die Flughafengesellschaft eine Initiative zur Verbesserung des Flughafenbrandschutzes, da die bisherige Situation auch unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterArbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen ( ADV ) und der ICAO Richtlinien als nicht befriedigend empfunden wurde. Die Berufsfeuerwehr Braunschweig erklärte sich grundsätzlich bereit, die Aufgaben des Flughafenbrandschutzes zu übernehmen. Eine externe Organisationsuntersuchung hatte ergeben, dass diese Lösung erhebliche organisatorische Vorteile erbringen würde. Nach Abschluss einer entsprechenden Verwaltungsvereinbarung wurde unverzüglich mit der Weiterbildung von Feuerwehrbeamten nach ADV – Richtlinien begonnen.



Nach einer Übergangsphase, in welcher auf ein entsprechendes Ersuchen des Flughafens ab Juni 1999 im Wege der Soforthilfe eine ständige Brandsicherheitswache mit atemschutztauglichen Feuerwehrkräften und einem LF16/12 gestellt wurde, ist im Herbst 2000 die personelle Endausbaustufe erreicht worden. Es sind vier Funktionen ständig besetzt, eine durch den Flughafen und drei durch die Berufsfeuerwehr. Alle sind im Schichtdienst tätig.

Parallel zur Neuorganisation wurde eine Modernisierung des Feuerwehr – Fuhrparks am Braunschweiger Flughafen eingeleitet. Da die von der ehemaligen Flughafenfeuerwehr vorgehaltenen Fahrzeuge, ein FLF 16/37-4 von Metz auf Mercedes Benz, ein TroLF Unimog mit 1000 kg Löschpulver und einem Faun FLF910/42 aufgrund ihres Alters nicht geeignet erschienen, den Brandschutz am Flughafen noch längere Zeit zu gewährleisten, bestand die Notwendigkeit der Beschaffung neuer Flughafenlöschfahrzeuge.


Das im Vorfeld der Beschaffung von Berufsfeuerwehr und Flughafengesellschaft Braunschweig entwickelte taktische Konzept sah die Indienststellung Öffnet einen internen Link im aktuellen Fensterzweier baugleicher Fahrzeuge vor, die sich lediglich in geringfügigen Details der Beladung unterscheiden sollten. Im Herbst 2001 wurde zwei MAN FE 410 A mit permanenten Allradantrieb in Dienst gestellt. Der feuerwehrtechnische Aufbau wurde von der Firma Rosenbauer erstellt.

 

Der Löschmittelvorrat beträgt jeweils 4000 Liter Wasser, 300 Liter AFFF – Schaummittel und 250 Kilogramm Löschpulver mitgeführt. Die mittig eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit eigenem Motor leistet 3000 l/min bei 10 bar, der als Frontwerfer angebrachte Schaum/Wasser – Werfer mit >Teilmengenverstellung erbringt eine Leistung von 2500 l/min. Durch einen Schaden musste im Dez. 2007 ein Fahrzeug ausgemustert werden.

Es begann sofort eine intensive Suche nach einem Ersatzfahrzeug. Da es aber für Flugfeldlöschfahrzeuge keinen Gebrauchtwagenmarkt gibt, zeigte sich die Suche doch erheblich schwierig. Im Frühjahr 2008 kam es zum Kauf eines gebrauchten Panther 6 x 6 der Firma Rosenbauer. Dieses Fahrzeug wurde von der Firma Rosenbauer ausgiebig getestet sowie überarbeitet. Das Fahrzeug wurde nach dem Einbau einer lenkbaren Hinterachse im Februar 2009 ausgeliefert. Das Fahrzeug ist ein Panther ROSENBAUER RBM 36.705 LHD

6 x 6 mit 518 kW. Der Löschmittelvorrat beträgt 12000 Liter Wasser, 1500 Liter AFFF – Schaummittel, 250 Kilogramm Löschpulver schaumverträglich, sowie einer 120 Kilogramm CO² - Anlage. Zusätzlich ist eine Hochdruckpumpe eingebaut, diese leistet 350 Liter/ min bei 35 bar. Die Normaldruckpumpe leistet 6200 Liter / min bei 11 bar. Das Fahrzeug ist mit zwei Werfern ausgestattet. Der Frontwerfer hat eine Leistung von 1700 Litern / min bei 10 bar, der Dachwerfer hat eine Leistung von 5000 Liter / min bei 10 bar.

 

 

 

HBM Thomas Okupnik

Wachleiter & Wachvorsteher

Flughafenwache


Zu einem Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterAusbildungsbericht Flugzeugbrandbekämpfung

zur Flughafenwache


zurück zur Übersicht




Seite aktualisiert am:04.02.2009